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Umfrage zur Atomkraft: "Tschernobyl hat Einstellung der Deutschen geprägt"

Greenpeace hat gut 1000 Menschen befragen lassen, die zum Super-GAU von Tschernobyl mindestens 15 Jahre alt waren. 85 Prozent von ihnen halten einen schweren Atomunfall auch in Mittel- und Westeuropa für möglich.

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Das AKW von Tschernobyl

(Bild: dpa)

Tschernobyl - 30 Jahre nach der AKW-Katastrophe

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85 Prozent der Deutschen im Alter über 45 Jahre halten einen schweren Atomunfall auch in Mittel- und Westeuropa für möglich. Das ergab eine Umfrage von TNS-Emnid im Auftrag von Greenpeace unter 1012 Menschen in Deutschland, die 1986 mindestens 15 Jahre alt waren. Der Super-GAU von Tschernobyl am 26. April des Jahres habe die Einstellung zur Atomkraft geprägt, schließt Greenpeace daraus.

61 Prozent der Befragten haben demnach angegeben, Tschernobyl habe ihre persönliche Meinung über Atomkraft negativ verändert. 66 Prozent äußerten, sie hätten sich gesorgt, dass Tschernobyl sie persönlich betreffen könne.

"Den Menschen ist die große Gefahr durch marode AKW in Deutschland und den Nachbarländern sehr bewusst", sagt Tobias Münchmeyer, Atom-Experte von Greenpeace. "Tschernobyl zeigt, dass uns die Folgen eines solchen Unfalls vor schier unlösbare Probleme stellen. Europa muss daher schnellstmöglich aus der Atomkraft aussteigen."

Sieben AKW sind noch in Deutschland in Betrieb (7 Bilder)

Seit März 1984 ist C des AKW im bayerischen Gundremmingen in Betrieb. Block A war von 1967 bis 1977 in Betrieb. Der 1984 ans Netz gegangene Block B wurde am 31. Dezember 2017 abgeschaltet, Block C – ebenfalls 1984 in Betrieb genommen – soll 2021 folgen. (Bild: kkw-gundremmingen.de)

(anw)