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Umsätze von Vodafone fallen – Geschäft in Deutschland bleibt stabil

Vodafone-Umsätze sinken gegenüber dem Vorjahr – Hauptgründe sind Abschaffung des EU-Roamings und schwankende Wechselkurse. In Deutschland läuft das Geschäft dank Kabel und Glasfaser dagegen nicht schlecht – außerhalb Europas sieht es auch gut aus.

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Umsätze von Vodafone gehen zurück - Geschäft in Deutschland bleibt stabil

(Bild: dpa, Martin Gerten)

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Im Zeitraum April bis Juni ging der Gesamtumsatz von Vodafone im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zurück. Grund dafür sei neben wackligen Wechselkurse vor allem auch die Abschaffung des EU-Roamings, was besonders in den Niederlanden das Geschäft negativ beeinflusst. Das teilte der Telekommunikationskonzern am Freitag mit. Gewinnkennzahlen teilt Vodafone nur halbjährlich mit.

In Deutschland konnte Vodafone dank des wachsenden Geschäft mit Festnetzangeboten via Glasfaser um 0,6 Prozent zulegen. Der Mobilfunk läuft jedoch auch in Deutschland nicht gut. Vodafone verzeichnet einen Rückgang der Serviceerlöse von 1,1 Prozent. Die steigenden Kundenzahlen können die Abschaffung des EU-Roamings sowie die Kürzung von Durchleitungsentgelten nicht wettmachen.

Außerhalb Europas sowie in Italien und Spanien läuft das Geschäft jedoch vergleichsweise gut. Das sorgt dafür, dass das Wachstum des Serviceumsatzes – also mit Telekommunikationsdienstleistungen – ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe gerechnet im Zeitraum April bis Juni um 2,2 Prozent zulegte.

Vor einigen Jahren hatte der Konzern das Kabelgeschäft in Deutschland mit der Übernahme von Kabel Deutschland neu in den Konzern eingegliedert. Wie Hauptkonkurrent Telekom will auch das britische Unternehmen in Deutschland verstärkt mit schnellem Internet durch Glasfaseranschlüsse punkten.

Zu diesem Zweck wendet sich Vodafone auch immer wieder an die Telekom und fordert die Öffnung von dessen Kabel-Infrastruktur für andere Anbeiter. Der Rheinischen Post sagte Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter: "Der Ex-Monopolist sollte seine gesamte – teilweise sogar ungenutzte – Infrastruktur zur Nutzung freigeben". (Mit Material der dpa)/ (jube)

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