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Umstellung auf DVB-T2 HD: Am Mittwoch bleibt der Fernseher schwarz

Die Umstellung von DVB-T auf das hochaufgelöste DVB-T2 HD soll in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch über die Bühne gehen – sogar komplett geräuschlos, denn von Mitternacht bis Mittag ist Sendepause beim digitalen Antennenfernsehen.

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Am Mittwoch bleibt der Fernseher schwarz

Skizze eines FuBK-Fernsehtestbildes

(Bild: Rotkaeppchen68 , CC BY-SA 3.0 )

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Ab Mittwoch gibt es per Stabantenne nur noch hochaufgelöste TV-Bilder. Die Umstellung erfolgt in der Nacht vom 28 auf den 29. März, um 0 Uhr gehts los. Laut Ankündigung der Initiative DVB-T2 HD wird es dann in den betroffenen Gebieten am Mittwoch "für wenige Stunden" keine Fernsehsignale über Antenne geben. Beworben wird diese Umschaltungsvariante als "Fernsehfreie Nacht". Elegant ist das nicht. Zumal der Unmut über die künftig fälligen Kosten für die Privatsender, irreführend Freenet TV genannt, schon seit einiger Zeit brodelt.

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Das bestätigte jetzt auch eine Umfrage von YouGov. Demnach finden 64 Prozent der Befragten die erhobenen 69 Euro pro Jahr und Gerät schlecht oder sehr schlecht. Nur 14 Prozent gaben an, es sei ihnen egal. Bislang war der Empfang aller DVB-T-Sender kostenlos. Ohne Extragebühren werden die Privatsender in SD-Auflösung jetzt nur noch per Satellit und Kabel ausgestrahlt, wobei für Kabelfernsehen zusätzlich eine Kabelgebühr fällig wird.

Dass die aktuelle Umstellung eine Komplettabschaltung erfordert, erklärte der Pressesprecher der Initiative DVB-T2 HD damit, dass ein Teil der bislang genutzten Kanäle verlegt werden müsse. Dadurch änderten sich die Frequenzen für einige Programme, weshalb auch diejenigen Zuschauer einen Sendersuchlauf durchführen müssen, die bereits DVB-T2 HD nutzen. Den Suchlauf sollte man aber nicht vor Mittwochmittag um zwölf Uhr starten, um sicherzugehen, dass alle Arbeiten abgeschlossen sind.

Da bis Mitte 2019 sämtliche Frequenzbänder jenseits von 700 MHz und damit alle TV-Kanäle oberhalb von Kanal 49 im Zuge der Digitalen Dividende freigegeben werden müssen, werden im Laufe der Zeit weitere Sendersuchläufe anstehen.

Auch wenn der Pressesprecher versicherte, dass ein langsamer Umstieg aufgrund der möglichen Störungen unmöglich sei: Eine schrittweise Umstellung mit kurzen Sendepausen zu Zeiten in denen (fast) kein Zuschauer vor dem Fernseher sitzt, wäre geschickter gewesen. Aber vielleicht gilt hier das Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die YouGov-Umfrage hatte zusätzlich ergeben, dass 19 Prozent der befragten DVB-T-Nutzer zum Satellitenempfang wechseln wollen, 8 Prozent wollen gar kein lineares Fernsehen mehr schauen. Bundesweit gibt es laut YouGov 3,34 Millionen Haushalte, die über DVB-T Fernsehen gucken, davon nutzen es rund 1,3 Millionen ausschließlich.

Wie viele Zuschauer DVB-T tatsächlich den Rücken kehren, wird sich in den kommenden Wochen herausstellen.

(uk)