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Umweltschonendes Röhrenrecycling aus Finnland

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Jedes Jahr wandern etliche tausend Monitore und Röhrenfernseher auf den Müll respektive in die Recyclinghöfe. Zur umweltschonenden Bewältigung dieser Elektronikschrottberge hat die finnische Firma Proventia zusammen mit der technischen Universität Lappeenranta und der Polytechnischen Hochschule Oulu eine lasergestützte Recyclinganlage entwickelt, in der Röhrengeräte in weniger als einer Minute fachgerecht zerlegt werden. Da es sich um einen trockenen Prozess handelt, lassen sich bei der Verschrottung anfallenden giftigen Materialien leichter kontrollieren, als bei den sonst üblichen "Waschanlagen", bei denen die CRTs nicht selten mit dem Hammer zertrümmert werden.

In der Proventia-Anlage trennt ein Laserstrahl das Frontglas sauber vom Trichter, ohne es zu zerstören. Der CO2-Laser mit 1,5 Kilowatt Leistung kommt vom Hamburger Laserspezialisten Rofin-Sinar. Die Vermessung der Braunschen Röhre erfolgt vollautomatisch in einer umlaufenden Station, ebenso die Einstellung aller Laserparameter. In weiteren Schritten wird das Metall und die Phosphorschicht von der Bildschirmoberfläche entfernt und wie die Gläser in kleine Pellets zerschreddert; etliche Materialien lassen sich vom Röhrenhersteller wieder verwenden. In Finnland ist die nicht ganz billige, dafür aber schnelle und umweltbewusste Recyclinganlage von Proventia bereits im Einsatz. (uk)