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Technology Review

Unfallvermeidung: Volvo entwickelt Fahrraderkennung

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Fahrrad- und Autofahrer gelten im Allgemeinen als natürliche Feinde im Straßenverkehr. Wer durch eine Großstadt wie Berlin radelt, muss sich schnell öffnende Fahrzeugtüren umfahren, Schlaglöchern ausweichen und stets darauf aufpassen, dass ihm (oder ihr) nicht die Vorfahrt genommen wird. Sitzt man dagegen im Auto, gilt es wiederum, auf Fahrradfahrer zu achten, die aus dem toten Winkel geschossen kommen – sei es nun an der Ampel, an einer Kreuzung oder beim Abbiegen.

Der schwedisch-chinesische Automobilhersteller Volvo hat nun ein neues Sicherheitssystem vorgestellt, das die Beziehung zwischen Zwei- und Vierradfahrer etwas freundlicher gestalten könnte: eine automatische Radlererkennung, die Fahrer warnt und das Auto auch stoppen kann, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Das neuartige Sicherheitssystem setzt eine Kamera im Rückspiegel ein, die mit einem Radarinstrument im Kühlergrill kombiniert wird. Sobald das System ein Objekt wahrnimmt, bestimmt der Bordcomputer, ob es sich um einen Radfahrer oder Fußgänger handelt, und bremst gleich selbst, falls er (oder sie) dem Fahrzeug zu nahekommt. Zudem kann die Technik den Fahrer auch einfach nur warnen, dass sich ein Radler im toten Winkel nähert – immer dann, wenn noch eine Chance besteht, dass rechtzeitig gestoppt werden kann.

Systeme, die das Fahrzeug bremsen, sobald eine Kollision mit einem anderen Auto oder einem Fußgänger bevorsteht, sind als "City Safety" und Co. an sich nicht neu – sie retten schon seit Jahren Leben oder vermeiden schwerere Unfälle. Die Erfassung sich schnell bewegender kleinerer Objekte im toten Winkel dürfte den Schutz aber noch deutlich wirksamer machen. Volvo hofft, die Radfahrererkennung ab Mitte 2013 in nahezu allen seinen Modellen anbieten zu können.

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(bsc)

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