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"Unhaltbarer Ressourcen-Verbrauch" – Klare Worte vor Weltumwelttag

Mehr als sieben Milliarden Menschen leben heute auf der Erde – und zerstören langsam den Planeten. Zum Weltumwelttag mahnen Experten, das exzessive Konsumverhalten zu überdenken.

"Unhaltbarer Ressourcen-Verbrauch" – Klare Worte vor Weltumwelttag

Die eine Erde reicht nicht. Wenn die Menschen in puncto Konsum und Produktion so weitermachten wie bisher, wären bis 2050 drei Planeten notwendig, um den Lebensstil aufrecht zu erhalten. Mit dieser drastischen Vision mahnt Unep, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN), vor dem Weltumwelttag am Freitag (5. Juni) zu einem bewussteren Konsum und einem verantwortungsvolleren Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde.

"Sieben Milliarden Träume. Ein Planet. Konsumiere mit Vorsicht", lautet in diesem Jahr das Motto am Weltumwelttag für die rund 150 beteiligten Länder. Die UN hatten 1972 den 5. Juni zum internationalen Aktionstag für die Umwelt erklärt.

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"Der unhaltbare Verbrauch unserer Ressourcen hat ein alarmierendes Level erreicht, vor allem was Lebensmittel, Wasser und Energie betrifft", sagte Naysán Sahba vom Unep in Kenias Hauptstadt Nairobi. "Wir fordern die Menschen dazu auf, ihre Träume für ein gutes Leben neu zu überdenken und dabei nicht nur ein exzessives Konsumverhalten in den Vordergrund zu stellen."

Viele Ökosysteme der Erde seien an einem kritischen Punkt, der bereits jetzt kaum noch umzukehren sei, heißt es auf der Webseite zum Weltumwelttag. Vor allem der extreme Verbrauch von Wasser und Energie sowie die Verschwendung von Nahrungsmitteln seien bedenklich.

"Wenn sieben Milliarden Menschen jeweils eine einzige Sache in ihrem Leben hin zu einem nachhaltigeren Lebenswandel verändern würden, dann könnte unser Planet es schaffen, sich auf natürliche Weise zu regenerieren", erklärte Sahba. Dazu gehörten etwa die Vermeidung von Plastikflaschen, Einmalverpackungen und Plastiktüten im Supermarkt.

Die Haupt-Aktivitäten des Weltumwelttages 2015 sollen auf der Expo in Mailand stattfinden. Aber auch viele andere Länder wollen sich mit Informationsständen, Seminaren und Aufräumaktionen beteiligen. (dpa) / (anw)

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