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Unicode 10 mit 56 neuen Emojis – einer kotzt

Unicode 10 bringt 56 neue Emojis, darunter Feen, Vampire, Zauberer – und ein kotzendes Gesicht. Der internationale Standard enthält außerdem neue Schriftsysteme von weniger verbreiteten Sprachen.

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Einige der neuen Emojis in Android O Beta.

(Bild: Google Emoji )

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Das Unicode-Konsortium hat Version 10 seines internationalen Standards veröffentlicht. Unicode 10 fügt 8.518 neue Zeichen hinzu, womit der Standard insgesamt 136.690 Zeichen enthält. Hinzu kamen Zeichen und Schriftsysteme von weniger verbreiteten Sprachen wie Masaram Gondi, das einst in Zentral- und Südostindien verwendet wurde. Die Nischensprache Nüshu ("Frauenschrift") nutzten chinesische Frauen bis ins späte 20. Jahrhundert für Gedichte; auch dieses Zeichensystem ist Teil von Unicode 10.

"Face vomiting": Für jedes Bauchgefühl gibt es das passende Emoji.

(Bild: Unicode )

Unicode 10 enthält außerdem 56 neue Emojis, darunter die bildlichen Darstellungen von Brokolli, einem Sandwich und Kokosnüssen. Erstmals ist eine Frau mit Kopftuch als Emoji mit dabei. Für Vampir-Freunde gibt es endlich einen Emoji mit angespitzten Zähnen. Wer zu viele Sandwiches verdrückt hat, kann sein Bauchgefühl künftig mit einem kotzenden Emoji verdeutlichen. Wenn's zu laut wird, bittet das "shushing face" um Ruhe. Alle weiteren Emoji-Neulinge stellt Unicode in einer Gesamtübersicht dar.

Wann die neuen Emojis etwa auf dem Smartphone zu finden sind, ist vom jeweiligen Hersteller abhängig. Jeder gestaltet seine Emojis nach eigenen Vorstellungen. Google etwa hat sich jüngst von seinen "Emoji Blobs" verabschiedet und setzt künftig wie Facebook und Apple auf runde Gesichter. In der Betaversion von Android O sind die neuen Emojis bereits enthalten. Die unterschiedlichen Bildzeichen haben in der Vergangenheit für Missverständnisse etwa zwischen iOS und Android geführt.

Das Unicode-Konsortium ist eine Non-Profit-Organisation, die in ihrem internationalen Unicode-Standard für jedes Schriftzeichen einen digitalen Code festlegt. Der Standard wird regelmäßig um neue Zeichen und Schriftsysteme ergänzt, um ihr digitales Erbe zu bewahren. Vor einem Jahr war Unicode 9.0 erschienen. Zu den Unicode-Mitgliedern zählen unter anderen Adode, Apple, Facebook, Google und Microsoft. (dbe)