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Union und SPD wollen den E-Sport fördern, E-Sport könnte olympisch werden

Die potenzielle Große Koalition aus CDU/CSU und SPD will den E-Sport stärken. Darauf hatten sich Unterhändler der Arbeitsgruppe "Digitales" geeinigt.

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ESL One Hamburg

(Bild: dpa, Daniel Bockwoldt)

Union und SPD wollen in der nächsten Legislaturperiode das Thema E-Sport aufwerten. Darauf verständigten sich die Unterhändler der Arbeitsgruppe "Digitales" am Sonntag in Berlin. "Wir wollen dem Thema E-Sport einen größeren Bekanntheitsgrad geben", sagte CSU-Unterhändlerin Dorothee Bär bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Deshalb soll das wettbewerbsmäßige Computerspielen im Vereins- und Verbandsrecht anerkannt und dem E-Sport eine "olympische Perspektive" aufgezeigt werden. Damit wäre auch der Weg für eine Teilnahme an Olympischen Spielen geebnet, sofern E-Sports 2024 olympisch werden sollte.

Union und SPD wollten dafür sorgen, dass Computerspiele "endlich den Stellenwert bekommen, den sie längst haben sollten". Deutschland soll zudem als Entwicklungsstandort für Computerspiele gestärkt werden.

Ein entsprechendes Fördermodell solle erarbeitet werden, damit Deutschland im Wettbewerb mit anderen europäischen Ländern mithalten kann. Bereits im letzten Jahr zur Gamescom hatte die CDU hervorgehoben, nicht nur wie bisher die Entwicklung kulturell wertvoller und pädagogischer Spiele fördern zu wollen, sondern auch Blockbuster-Spiele mit staatliche Zuschüssen zu unterstützen. Sowohl Union als auch SPD hatten entsprechende Zusagen zur Förderung der Games-Branche in ihren Wahlprogrammen vorgenommen, die beim Zustandekommen einer Großen Koalition dann gemeinsam umgesetzt werden sollen.

Das Thema Digitalisierung ist bei CDU/CSU und SPD in den laufenden Koalitionsverhandlungen ein besonderes Kernthema. Erste Ergebnisse waren bereits letzte Woche bekannt geworden. Demnach sollen Schulen flächendeckend digital ausgestattet und an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Die Unterhändler einigten sich außerdem darauf, ein Zentrum für Künstliche Intelligenz zusammen mit französischen Partnern einzurichten und ein digitales Bürgerkonto zu entwickeln. Vereinbart wurde zusätzlich der flächendeckende Breitbandausbau für schnelles Internet bis 2025, wie es bereits im Sondierungspapier fixiert worden war. Das analoge UKW-Radio soll durch Digitalradio ersetzt und spätestens 2021 ein Abschaltdatum bekannt gegeben werden.

Im Bereich Verkehr haben die potenziellen Koalitionäre beschlossen, einen Rechtrahmen für autonomes Fahren zu schaffen. Zusätzlich soll die Digitalisiserung im Individualverkehr sowie bei öffentlichen Verkehrsmitteln vorangetrieben werden. (mit Material der dpa) / (olb)

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