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United Internet rutschte tief in die roten Zahlen

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Der Internetdienstleister United Internet (im Internet unter anderem mit GMX, 1&1 und web.de vertreten) ist im vergangenen Jahr wegen Abschreibungen auf seine Beteiligungen tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust betrug 121,5 Millionen Euro; im Jahr davor hatte United Internet noch 155,4 Millionen Euro Gewinn verbucht. Der Verlust pro Aktie betrug 52 Cent, im Vorjahr lag der Gewinn bei 64 Cent pro Aktie. Das operative Geschäft zeigte sich mit einer Umsatzsteigerung von 10,9 Prozent (auf 1,65 Milliarden Euro) trotz der Flaute auf dem Werbemarkt in der Wirtschaftskrise vergleichsweise robust. Für 2009 rechnet United Internet allerdings nur noch mit einem leichten Umsatzwachstum. Die Dividende für 2008 wurde gestrichen.

Die Abschreibungen belasteten das Ergebnis mit 275,4 Millionen Euro. Sie gehen auf Wertminderungen der Beteiligungen an den Telekommunikationsfirmen Freenet, Versatel und Drillisch sowie dem Werbeunternehmen Goldbach Media zurück, deren Aktienkurse im vergangenen Jahr stark gelitten hatten.

Der Bereich "Produkte", zu der die Marken 1&1, GMX, web.de, Fasthosts und InterNetX gehören, habe weiter zulegen können – dies vor allem deswegen, da hier überwiegend mit bezahlten Abonnements der Produkte gearbeitet werde, hieß es bei United Internet. Bei den Werbekunden habe sich aber auch bei diesen Bereichen "im zweiten Halbjahr und vor allem im vierten Quartal eine deutliche Zurückhaltung" bemerkbar gemacht.

Insgesamt konnte der Bereich "Produkte" seinen Umsatz im Jahresvergleich um 13,5 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro steigern, der operative Gewinn stieg hier um 6,9 Prozent auf 279,4 Millionen Euro. Der Bereich "Online-Marketing" dagegen verlor beim Umsatz 3,9 Prozent auf 224,8 Millionen Euro, der operative Gewinn sank um 70,2 Prozent auf 12,9 Millionen Euro (hier verbuchte United Internet im Vorjahr allerdings einen Sondereffekt von 16,8 Millionen Euro). (Jürgen Kuri) / (jk)

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