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Unity 5.2: Spiele-Engine rüstet Werbung und Virtual Reality nach

Die neue Version der Spiele-Entwicklungs-Umgebung verspricht kleinen Studios neue Werbeeinnahmen und unterstützt nun auch Sonys VR-Helm Morpheus.

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Unity 5.2

(Bild: Unity)

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Unity Technologies hat offiziell Unity 5.2 freigegeben. Wie angekündigt, führt die neue Version der meist für Spiele genutzten Entwicklungsumgebung mit Unity Ads neue Werbemöglichkeiten für Studios ein. Selbst kleine Entwickler sollen Banner und Videos sehr leicht aus der Engine heraus in ihre Spiele integrieren können, um kostenlose Spiele zu finanzieren, wie sie den mobilen Markt mittlerweile beherrschen. Die Vermittlungs-Gebühr, die Unity für die Schaltung der Werbung kassiert, soll sich laut Unity-Chef John Riccitiello "im marktüblichen Rahmen" halten.

Mit der Einführung von Unity Ads dürfte der Anteil werbefinanzierter kostenloser Mobilspiele weiter ansteigen und dem Hersteller neue Einnahmequellen erschließen. Dieser hatte vor rund einem halben Jahr mit Unity 5 begonnen, die kostenlos erhältliche Personal Edition merklich aufzurüsten, sodass mit ihr selbst professionelle Titel produziert werden können. Erst wenn ein Studio pro Jahr sehr großen Umsatz macht, muss es für eine Pro-Lizenz bezahlen, die sich neuerdings auch für 75 US-Dollar pro Monat mieten lässt. Diese Bezahlversion erlaubt es dann auch, die Kompilierung auf Cloud-Rechner zu verschieben.

Entwickler können mit Unity Analytics zudem überwachen, wie ihr Spiel bei den Anwendern läuft, wie die Aktivitäten in den Leveln aussehen und ob der Spielfluss irgendwo klemmt. Dazu gehören neuerdings auch Multiplayer-Partien.

Bei der Unterstützung für VR-Brillen ist nach der Oculus Rift nun auch Sonys Morpheus-Brille hinzu gekommen. Entwickler von VR-Spielen können die Ausgabe für die Brillen direkt im Editor überprüfen. Hinzu kommen eine integrierte Unterstützung von Visual Studio und Windows 10 mit der Universal Windows Platform. Alle Neuerungen und Verbesserungen hat Unity in einer Liste zusammengetragen. (hag)