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Unity treibt Globalisierung und Virtualisierung der Spiele-Entwicklung voran

Spieleentwickler sollen künftig über Unity Collaborate nicht nur gemeinsam an Projekten arbeiten, sondern auch weitere Programmierer anheuern. Ab Herbst sollen sie zudem direkt in VR editieren können.

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Unity
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Unity hat auf der Unite-Konferenz in Amsterdam neue Funktionen seiner Entwickler-Engine angekündigt. Das derzeit noch in der Beta-Phase erprobte Programm Unity Collaborate erlaubt es mehreren Personen gleichzeitig, online an dem selben Projekt parallel zu arbeiten. Wenn ein Mitarbeiter ein Objekt verändert, dann sehen die übrigen es gleich auf ihrem Bildschirm. Neue Builds können auch gleich an Mitarbeiter verteilt werden.

Zudem eröffnet Unity eine Online-Job-Börse namens Unity connect. Hier können sich Entwickler anbieten, über kurze Zeiträume an Projekten mitzuarbeiten und Geld zu verdienen. Unity will damit seine aktive Gemeinde von derzeit rund 1,5 Millionen Entwicklern besser miteinander vernetzen. Kleine Studios könnten über die Job-Börse einzelne Aufgaben einfacher auslagern. Die öffentliche Beta-Phase von "Unity Connect" soll im July starten. Hier wird abzuwarten sein, inwieweit Studios aus den westlichen Industrieländern dadurch verstärkt auf Entwickler aus den Schwellenländern zurückgreifen werden, um die Kosten zu senken.

Neben den neuen Funktionen zur vereinfachten Zusammenarbeit hat Unity auch sein Lizenzmodell überarbeitet. Neben der kostenlosen Personal Edition werden künftig zwei Mietversionen angeboten. Der Preis der Plus-Version steigt auf 125 US-Dollar pro Monat. Dafür bekommen Entwickler jedoch Zugriff auf alle Plattformen, die Unity unterstützt. Daneben soll es ein Plus-Abo ab 35 US-Dollar pro Monat geben. Es umfasst ebenfalls alle Plattformen, hat allerdings Einschränkungen bei den Analyse-Funktionen, die nur von großen Studios benötigt werden. Das Plus-Abo sei maßgeschneidert für Startups, die sich an ihrem ersten kommerziellen Spiel versuchen. Große Publisher könnten zudem individuelle Preise für die Enterprise Edition aushandeln.

Auf der Keynote gab Unity zu, dass neue Versionen im vergangenen Jahr zuweilen etwas zu schnell veröffentlicht wurden. Deshalb will das Unternehmen die Frequenz etwas drosseln und mit Public-Beta-Versionen arbeiten, damit Bugs zuverlässiger bereinigt werden.

Im Herbst soll Unity um einen VR Editor erweitert werden. Dieser erlaubt es Entwicklern, ihre Level direkt unter einem VR-Helm zu konstruieren. Auf der Bühne zeigte ein Präsentator, wie einfach es ist, mit den Handcontrollern der Oculus Rift die Umgebung im Editor zu verändern und die neue Szene gleich auszuprobieren, ohne das VR-Headset abnehmen zu müssen, was die Bearbeitung enorm beschleunigt. Mit dem VR Editor zieht Unity mit der Unreal-Engine und der CryEngine gleich, die im März auf der GDC ähnliche Ansätze präsentiert hatten.

Update 31. Mai 15:22: Im ursprünglichen Artikel wurde der VR Editor mit der HTC Vive gesteuert. Tatsächlich zeigte Unity den Editor jedoch mit einer Vorabversion der Touch Controller für die Oculus Rift. Die HTC Vive soll im Herbst aber ebenso unterstützt werden wie die Rift und die Playstation VR. Ergänzend erklärte Unity, dass die neue Collaborations-Funktion allein den Bezahlversionen von Unity Plus und Pro vorbehalten sein wird. (hag)

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