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Universal will angeblich exklusive Unterstützung der HD DVD aufgeben

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Im Rahmen einer Presseveranstaltung haben Vertreter des Blu-ray-Verfechters Pioneer behauptet, dass Universal Home Entertainment aus dem Exklusiv-Vertrag mit dem HD-DVD-Lager beziehungsweise dessen größten Vertreter auf der Hardwareseite Toshiba ausgestiegen sei. So habe das Studio die Vereinbarung angeblich bereits gekündigt, die Kündigung sei nur noch nicht wirksam. Sollte sich diese Mitteilung bestätigen, wäre damit für Universal (auf längere Sicht) der Weg frei für Filmveröffentlichungen auf dem Konkurrenzmedium Blu-ray Disc. Vor allem aber verlöre die HD DVD Promotion Group nach Paramount und Warner ihren einzigen verbliebenen exklusiven Unterstützer unter den Hollywood-Studios.

Erst Ende Januar hatte Universal noch einmal seine Unterstützung für die HD DVD bekräftigt, 100 Neuveröffentlichungen in diesem HD-Disc-Format für das laufende Jahr angekündigt und der Blu-ray Disc eine erneute Absage erteilt. Die Verfechter des Konkurrenzformats konnten die Hollywood-Studios 20th Century Fox, Disney und Sony exklusiv für sich gewinnen, Warner und Paramount (inklusive Dreamworks) versorgen beide Lager mit Titeln. Die Strategie, zweigleisig zu fahren, könnte sich für Universal durchaus rentieren: So lag der Anteil des Studios an den HD-DVD-Verkäufen zwischen dem Jahresbeginn 2007 und dem 18. März bei satten 35,6 Prozent, bei den HD-Disc-Gesamtverkäufen aber nur bei 11,1 Prozent. Warner verkaufte im selben Zeitraum 46,4 Prozent der HD DVDs und 19,3 Prozent der Blu-ray Discs, womit das Studio insgesamt auf 27,7 Prozent aller HD-Discs kam und Platz 1 belegte.

Universal Pictures Deutschland gab auf die Nachfrage von heise online bislang keine Stellungnahme zu der Behauptung ab, während Toshiba Deutschland erklärte, von einem Rückzug seitens Universal aus der HD-DVD-Partnerschaft nichts zu wissen. (nij)