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Universeller Datenaustausch für Mobilgeräte

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Das SyncML-Konsortium will mit einem einzigen Synchronisations-Protokoll alle Plattformen und Mobilgeräte vernetzen. Die Spezifikation 1.0 liegt jetzt vor. Hinter SyncML stehen rund 550 Firmen, darunter Ericsson, IBM, Lotus, Motorola, Nokia, Palm, Psion und Starfish Software. Das Konsortium eint die Vision, Mobilgeräte aller Art plattformunabhängig mit einem gemeinsamen Synchronisationsstandard zu verbinden. Nach einem Jahr hat die Initiative jetzt die offene Spezifikation 1.0 verabschiedet, mit der dieses Ziel erreicht werden soll.

Damit so unterschiedliche Gerätegattungen wie PDAs, Handhelds, Mobiltelefone, Kameras und PCs ihre Daten mit einem universellen Synchronisationsprotokoll austauschen können, muss SyncML eine ganze Reihe von Anforderungen erfüllen. Dazu gehört etwa die Unterstützung bereits etablierter Protokolle wie HTTP, WSP (Wireless Session Protokoll, Teil des WAP-Protokolls), OBEX für Bluetooth- und IrDA-Verbindungen, aber auch TCP/IP. Auf der Client-Seite muss das Protokoll die Datentypen beherrschen, wie sie bei E-Mail, Kalendereinträgen, Adressenverzeichnissen und Dokumenten vorkommen. Ist SyncML einmal Wirklichkeit, dann stehen dem SyncML-Client dieselben Daten auf unterschiedlichen Geräten zur Verfügung – und alle sind auf dem neuesten Stand.

Angesichts der gewichtigen Namen, die im Konsortium vertreten sind, stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Spezifikation in Form von wirklichen Datenströmen einmal Realität wird. Ob das schon im nächsten Jahr der Fall sein wird, ist jedoch fraglich. Immerhin haben bereits einige Teilnehmer bei der offiziellen Vorstellung des Protokolls in London die Datensynchronisation à la SyncML demonstriert: Ein Psion Revo tauschte Daten mit einem Lotus-Server aus, ein Motorola-Mobiltelefon kommunizierte sowohl mit Excite als auch mit dem FusionOne-Server. (jr/c't) / (jk)