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Universität Maastricht ist Opfer einer Cyberattacke

An Heiligabend gelang es einer Hackergruppe, nahezu alle Windows-Systeme der Universität zu kompromittieren.

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(Bild: Evdokimov Maxim/Shutterstock.com)

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Sämtliche Räumlichkeiten der Universität von Maastricht in den Niederlanden mit Ausnahme der Forschungslabore UNS 50 bleiben mindestens bis zum heutigen Sonntag geschlossen, nachdem es einer noch unbekannten Gruppe von Hackern am 23. Dezember 2019 im Zuge einer Ransomeware-Attacke gelungen war, nahezu alle Windows-Systeme der Hochschule zu kompromittieren. Insbesondere die E-Mail-Dienste seien massiv beeinträchtigt, teilten die Verantwortlichen mit.

Zur Untersuchung der Attacke, ihrer konkreten Auswirkungen und zur Wiederherstellung aller Services wurden die IT-Systeme offline genommen. In Zusammenarbeit mit externen IT-Forensikspezialisten werden "Tag und Nacht" daran gearbeitet, die Sicherheit der Systeme zu restaurieren und auch künftig gewährleisten zu können. Wie die Attacke erfolgte und welche Daten möglicherweise davon betroffen sind, teilte die Universität bisher nicht mit. Man arbeite aber auch mit den Polizeibehörden zusammen, um den Vorfall vollständig aufzuklären.

Vorrangiges Ziel sei es zunächst, Studenten wie auch Angestellten der Universität so schnell wie möglich die Weiterarbeit zu ermöglichen. So will die Hochschule spätestens am 2. Januar 2020 wieder öffnen und den Betrieb fortführen – unabhängig davon, ob die IT-Systeme bis zu diesem Zeitpunkt vollständig wiederhergestellt werden können. Die weiteren Fortschritte bei der Aufbereitung der Cyberattacke will die Universität über ihre Website bekannt geben. Darüber hinaus können sich Studenten und Mitarbeiter telefonisch (+31 43 38 85 101) oder unter info@m-u.nl – möglichst über private E-Mailaccounts – an das ICTS-Servicedesk wenden.

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