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Unix/Linux-Desktop GNOME 2.12 erschienen

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Der freie Unix/Linux-Desktop GNOME ist nun in der Version 2.12 erschienen. Interessenten können via Bittorrent eine startbare Live-CD à la Knoppix herunterladen.Für den Benutzer ist die auffälligste Änderung wohl das neue Erscheinungsbild in der Standardkonfiguration, Clearlooks genannt. Der Filemanager Nautilus wartet mit Verbesserungen der Bedienung auf. So zeigt er beispielsweise in der Listendarstellung nun auch Dateien in Verzeichnissen an. Text, mit der Maus aus einer Anwendung unter Anzeige einer Minivorschau auf einen Ordner gezogen, wird jetzt automatisch in einer neuen Textdatei abgespeichert.

Das Panel erlaubt nun auch Panels mit vertikaler Schrift und mit Menüs, der GNOME-Browser Epiphany integriert neu eine Suchfunktion am unteren Rand und nutzt das GNOME-Drucksystem. Evolution, die Mailapplikation von GNOME, bietet ein verbessertes Menülayout und unterstützt jetzt IMAP- und Proxy-Accounts von Novells Groupwise. Die bislang getrennten PostScript- und PDF-Vorschauprogramme wurden nun zu "Evince" zusammengefasst, das eine praktische Mehrseitenanzeige erlaubt. Der GNOME Image Viewer zeigt Bilder nun unter Verwendung von ICC-Profilen farbkorrigiert an.

Administratoren werden sich über das verbesserte Services Administration Tool zum Ein- und Ausschalten von Diensten beim Systemstart ebenso freuen wie über die Karteireiter beim Logfile-Viewer.

Entwickler dürfte interessieren, dass die Widget-Bibliothek GTK+ nun die Cairo-API der Freedesktop-Inititative nutzt. Durch deren Zugriff auf die Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte können neue Grafikeffekte besser eingebunden werden. Auch sollen sich eigene Widgets leichter implementieren lassen.

Das Graphical User Interface (GUI) ist nun in 43 Sprachen verfügbar, darunter neu beispielsweise in Estnisch und Xhosa. Weitere Informationen zu den Neuerungen und Screenshots finden sich in der Release Notes. (mhe)

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