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Unruhe in der Mambo-Community

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Seit der Gründung der Mambo Foundation vor acht Monaten kommt die Community um das quelltextoffene Content Management System nicht zur Ruhe. Für neue Aufregung sorgt die geplante Übernahme der Mambo Communities durch den australischen Suchmaschinenbetreiber Ansearch. Das Unternehmen Ansearch will laut einer Ad-Hoc-Mitteilung vom 4. April 2006 die Mambo Communities Pty Ltd für eine Million Australische Dollar (umgerechnet 600.000 Euro) übernehmen. Das Unternehmen betreibt die zentralen Server Mamboserver.com und MamboXchange.com, von denen das Projekt abhängt. Diese Übernahme durch Ansearch ist noch nicht abgeschlossen, sondern soll erst nach sorgfältiger Prüfung und Genehmigung durch die Anteilseigner am 30. Mai 2006 wirksam werden.

Während der Quelltext von Mambo offen und gemäß der GPL lizenziert ist, lagen die Namensrechte bei der australischen Softwarefirma Miro International Pty Ltd, die Mambo im Jahre 2000 initiiert hatte. Miro-CEO Peter Lamont versprach die Namensrechte an die Mambo Foundation zu übertragen. In der Community bestehen jedoch erhebliche Zweifel, ob dies tatsächlich geschehen ist. Laut Beiträgen im Mambo-Forum liegen die eingetragenen Namensrechte weiterhin bei Miro. Interessanterweise tragen die Fußzeilen der verschiedenen Websites auf Mamboserver.com Copyright-Einträge von Miro und Mambo Communities.

Martin Brampton, ehemals Board Member der Mambo Foundation, äußert sich auf Mamboguru.com über seinen Rücktritt. Mambo Communities habe Geld erwirtschaftet, das dem Projekt nicht zu Gute gekommen sei. Auch beim Verkauf würden lediglich private Interessen bedient, meinte Brampton.

Im Zentrum der Aufregung steht wieder einmal Peter Lamont, dessen Verhalten bereits zur Abspaltung von Joomla geführt hatte. Zwei Wochen nach der Gründung der Mambo Foundation durch Lamont hatten die Kernentwickler das Projekt verlassen und mit Joomla einen Fork von Mambo aufgelegt. (vowe)

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