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Technology Review

Unsere Technologie-Ideen für 2013

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Schlechte Nachrichten wird es 2013 genug geben. Was aber ist mit den guten Nachrichten? Technology Review hat in seiner aktuellen Ausgabe eine Wunschliste zusammengestellt. Von 3D-Kopierern für den Hausgebrauch bis zu Touchpads mit Gefühl listet das Magazin Wünsche auf, die Forscher und Entwickler bisher nicht erfüllt haben.

Auf der Crowdfunding-Plattform Startnext kann zudem jeder über die Ideen abstimmen. Beim Crowdfunding können Menschen Geld für ihre Ideen einwerben oder sich finanziell an der Verwirklichung beteiligen. Technology Review hat sich mit Startnext zusammengetan, um zu testen: Welche Chancen hätten die Ideen von am Markt? Mitmachen kann jeder. Er erhält 3000 Euro, um sie in die vorgestellten Projekte zu investieren – rein virtuell natürlich. Nähere Informationen und die Aktion selbst finden sich auf www.startnext.de/pages/tr"

Wettbewerb der Ideen Das Video erklärt, wie der Contest von Technology Review und der Crowdfunding-Plattform Startnext funktioniert.

Einer der 16 Wünsche: Touchpads mit Gefühl. Wüstensand zwischen den Fingern spüren, weil man bei Wikipedia „Sahara“ angeklickt hat. Auf einer Website Stoffe und Leder erfühlen. Die Lieben beim Telefonieren auch berühren können. Das klingt wie ein Traum, ist aber möglich. Um Texturen zu simulieren, setzen Forscher auf eine Technologie, die bereits in den fünfziger Jahren für berührungsempfindliche Bildschirme vorgeschlagen wurde: Elektrovibration. Damals verschwanden die Pläne in den Schubladen, weil die Technik nicht weit genug entwickelt war. Nun feiert der sogenannte Feel Screen eine Wiedergeburt – dank einer Elektronik, die das Gefühl im Finger erzeugt.

Dazu wird eine sehr niedrige elektrische Ladung an eine isolierte Elektrode abgegeben, wodurch eine Anziehungskraft auf den Finger des Benutzers ausgeübt wird. Unterschiedliche elektrische Spannungsfelder auf dem Monitor lassen im Finger die Sinnestäuschung entstehen, es handelte sich um eine Struktur, etwa die von Fels oder Seide. Auch Gewicht kann vorgegaukelt werden. Schon in zwei Jahren wollen einige Hersteller, etwa die finnische Firma Senseg oder Disney Research, das Gefühl von Erhebungen vermitteln.

„Die Idee ist, dass alles auf dem Bildschirm eine taktile Rückmeldung gibt“, sagt Nokia-Entwickler Piers Andrew, der sogar von einer taktilen Übertragung träumt. In diese Richtung zielt das „knuddelbare“ Telefon, das noch 2013 auf den Markt kommen soll. Es macht ein ganz neues Streichelerlebnis möglich – mit verschiedenen Vibrationsmustern, die auf einer dreidimensionalen Glasoberfläche empfangen werden. Pressages tauften Forscher diese neue Form der Kommunikation.

„Haptische Touchscreens eröffnen ganz neue Anwendungsbereiche“, schwärmt Stefan Wölwer, Professor für Interaction Design an der Hochschule in Hildesheim. „Das Spektrum reicht von Displays für Museen und Ausstellungen bis hin zu Keyboards für Sehbehinderte.“ (rot)

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