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Unterschriftenaktion gegen Internetapotheken

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Deutschlands Apotheker machen mobil gegen den Versandhandel von Arzneimitteln: Seit einer Woche sammeln sie in 21.500 Apotheken Unterschriften von Kunden und Patienten, um die Einführung von Internetapotheken zu verhindern. Die "Initiative Pro Apotheke" plädiert für den Erhalt der Arzneimittelversorgung vor Ort und sieht im Internethandel entscheidende Nachteile. Der Patient müsse ein, zwei Tage auf die bestellten Medikamente warten, Beratung und Zusatzleistungen wie Cholesterin-Messungen gebe es im Internet nicht. Außerdem sei bei Bestellungen im Ausland die Gefahr sehr hoch, falsche Präparate oder gesundheitsschädliche Imitationen zu erhalten.

Mit der Unterschriftensammlung will der Apothekerverband ABDA Druck auf Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ausüben, die sich am Montag beim Runden Tisch Gesundheitswesen für die Freigabe des Arzneimittel-Versandhandels ausgesprochen hatte. (hod)