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VDSL-Turbo Vectoring mit 400 MBit/s

Huawei will VDSL-Vectoring über die gegenwärtig verfügbaren 100 MBit/s ausbauen: Die Geschwindigkeitssteigerung auf kurzen Telefonkabeln klappt mit einem simplen Trick, doch die technische Umsetzung ist anspruchsvoll.

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VDSL-Turbo Vectoring mit 400 MBit/s

Der chinesische Netzwerkausrüster Huawei hat in Labortests bis zu 400 MBit/s mit einer selbstentwickelten Vectoring-Variante über eine 300 Meter lange Kupferleitung übertragen. Die als SuperVector bezeichnete Technik erreicht über 1000 Meter immer noch rund 100 MBit/s. VDSL2-Vectoring, wie es die Telekom gerade einführt, schafft diese Datenrate typischerweise nur bis zu 500 Meter Distanz.

SuperVector nutzt laut Herstellerangabe dieselbe Modulation und Breite der DMT-Träger wie VDSL2 mit Vectoring. SuperVector-fähige DSLAMs, also die providerseitigen Modems, sollen darum auch mit herkömmlichen VDSL-Modems zusammenarbeiten. Mit einem SuperVector-kompatiblen Kundengerät steigern die Chinesen dann die Datenrate, indem sie das genutzte Frequenzband auf 35 MHz ausweiten. Das Frequenzspektrum von VDSL2 endet in der Praxis bei 17 MHz (VDSL-Profil 17a), auch wenn maximal 30 MHz im Profil 30a definiert sind.

Mit G.fast ließen sich unter Laborbedingungen über ein 50 Meter langes Kabel fast 900 MBit/s brutto übertragen.

(Bild: Adtran)

In einem im Oktober veröffentlichten Aufsatz schildert Adtran die Ergebnisse eines vergleichenden Vectoring-Tests mit G.fast und VDSL. G.fast geht sogar bis 106 MHz hinauf. In einer ähnlichen Situation wie bei Huawei übertrugen die Adtran-Forscher mit G.fast knapp 900 MBit/s über 50 Meter. Bei 200 Metern Distanz sank der Durchsatz auf rund 280 MBit/s; bei 300 Metern blieben noch rund 110 MBit/s übrig. Forscher der Bell Laboratories arbeiten zudem schon an einem G.fast-Nachfolger namens XG-Fast. (fkn)

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