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VOICE Entscheiderforum Political Advice: Wie den Arbeitsmarkt regulieren?

Auf dem VOICE Entscheiderforum Political Advice geht es unter anderem um Arbeitsmarktregulierung in der IT-, Digital- und Kreativwirtschaft.

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VOICE Entscheiderforum Political Advice: Wie den Arbeitsmarkt regulieren?

Auf dem VOICE Entscheiderforum Political Advice am 15. November in Berlin soll ein erster Entwurf einer praxisnahen Handlungsempfehlung für die Arbeitsmarktregulierung erarbeitet werden. Auch sollen Best Practices für den Umgang mit den zahlreichen daraus resultierenden Herausforderungen diskutiert werden. Weitere Infos erhalten Sie auf der Veranstaltungswebsite. Dort können Sie sich auch anmelden.

In der heutigen Zeit sind nämlich hochqualifizierte Fachkräfte und Wissensarbeiter wesentlich geworden, um die globale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland langfristig sicherstellen zu können. Diese häufig selbstständigen Fachexperten – insbesondere IT-Spezialisten, Ingenieure, aber auch Experten mit kaufmännischem Hintergrund –, tragen mit ihrem spezialisierten Wissen wesentlich zum Erfolg ihrer Kunden bei. Zu den mehr als 300.000 Freiberuflern in zukunftsorientierten Bereichen kommen noch zahlreiche Dienstleister mit projektbasierten Geschäftsmodellen.

Durch die Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) und die Neugestaltung der Arbeitsmarktgesetze sind viele der Wissensarbeiter und Dienstleister durchaus zu Recht verunsichert und drängen auf eine pragmatische Lösung. Eine fehlausgerichtete Arbeitsmarktregulierung kann zum Beispiel in der IT-Branche und Projektwirtschaft zu größeren Schäden führen. Hochqualifizierte selbstständige Experten müssen anders behandelt werden und sind nicht schutzbedürftig im Sinne der neuen Gesetzgebungen. Der flexible Einsatz externer Spezialisten wird durch nicht nachvollziehbare Prozesse und bürokratische Hürden erschwert. Das führt bei Freelancern, Dienstleistern, aber auch Anwender- und Anbieterunternehmen zunehmend zu Verunsicherungen und Problemen.

Am 15. November will Carlos Frischmuth, Managing Director bei der Hays AG, die Herausforderungen insbesondere der IT-Branche darstellen, die gesetzliche Lage erklären und wo es zu Schwierigkeiten kommt. Zudem will er den Widerspruch zwischen modernen Arbeitsformen und Zwang in Festanstellung beleuchten.

Dienstleister, Freiberufler und Anwenderunternehmen sind in ihrer häufig projektbasierten Arbeitsweise seit der AÜG-Reform durch die Große Koalition eingeschränkt, werden regelmäßig mit Schwierigkeiten konfrontiert und scheitern häufig an der Herausforderung, gerichtsfeste vertragliche und tatsächliche Verhältnisse zu schaffen. Doch wie wird dies durch die Politik wahrgenommen und welche Lösungsvorschläge werden durch die verantwortlichen Ministerien und Fraktionen gesehen?

Dr. Benno Grunewald will eine Bestandsaufnahme der rechtlichen Rahmenbedingungen vornehmen. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Herausforderungen der projektbasierten Zusammenarbeit und ist auf Scheinselbständigkeit und Rentenversicherungspflicht spezialisiert. Nach seiner Erfahrung existieren hier häufig Unklarheiten und Unsicherheiten, weswegen er in seiner rechtlichen Einführung einen Einblick in die wichtigsten Grundbegriffe als Grundlage zur folgenden Diskussion geben will. Er betrachtet die Gesetzgebung und gibt einen Abriss über die aktuelle Rechtsprechung.

Als mittelständisches IT-Dienstleistungsunternehmen, das Individualsoftware im Kundenauftrag entwickelt, wird die Saxonia Systems AG zunehmend mit den Problemen der Scheinselbstständigkeit und AÜG konfrontiert. Viele Kunden sind sehr restriktiv geworden, was anhand einiger Einblicke in die Praxis geschildert werden soll.

Andreas Mönch, CEO Saxonia Systems AG, und Alexander Casall, Key Account Manager & Agile Project Manager, sprechen dabei über neue Probleme, die dadurch in der Zusammenarbeit entstehen und wie die Saxonia Systems AG diese durch den Einsatz ihres ETEO Konzepts und moderne Arbeitsmethoden auflöst.

Seien Sie dabei, wenn die Handlungsempfehlungen erstellt werden und entwickeln Sie gemeinsam mit den Experten den ersten Entwurf einer pragmatischen und praxisnahen Handlungsempfehlung für die Bundesregierung. (anw)