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VOIP-Apps: Die echten Kosten von Telefonie mit WhatsApp, Facebook & Co.

Immer mehr Apps rüsten eine Telefonfunktion nach. Von besserer Sprachqualität und Verschlüsselung ist die Rede. Doch wie gut klappt das wirklich und wo sind die versteckten Kosten bei WhatsApp, Facebook & Co.?

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VOIP-Apps
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Ob WhatsApp, Signal, Wire, Facebook-Messenger oder eine andere App auf der langen Liste: Sie alle besitzen mittlerweile eine Telefoniefunktion. Anrufe werden durch einen Hörer im Chat ausgelöst. Die Verbindung wird meist schnell und komfortabel aufgebaut. Das Mobilfunknetz kann dabei außen vor bleiben, denn die Chatprogramme nutzen für die Sprachübertragung nur eine Internetverbindung.

Zwar sind die diversen Telefonie-Anwendungen inkompatibel zueinander (so wie die Chat-Module der Messenger), aber wer unterschiedliche Apps nutzen will, installiert einfach eine Handvoll Messenger auf dem Smartphone, um alle wichtigen Kontakte zu erreichen.

Der Trend zur Internettelefonie aus der Chat-App lässt auch die Grenzen zwischen Ländern und die damit verbundenen Extrakosten verschwinden. Zusätzliche Gebühren fallen beim Gespräch von App zu App nicht an, auch wenn dieses um den halben Globus geht. Lediglich eine Verbindung ins WLAN muss vorhanden sein.

Internetanrufe als Datenvolumengrab

Die Gespräche erscheinen deshalb auf den ersten Blick kostenlos. Die Apps lassen sich ohne Zahlung aus verschiedenen Stores herunterladen, eine Monats- oder Jahresgebühr wird nicht verlangt, genauso wenig wie Verbindungs- oder Minutengebühren. Doch die Kosten liegen versteckt: Nicht immer ist WLAN verfügbar und Gespräche über das Internet zehren am Datenvolumen, mehr als normale Chats oder Sprachnachrichten. Der Nutzer bleibt über den Verbrauch oft im Dunkeln – bis die Drossel zuschnappt.

Wer hier auf Nummer sicher gehen und ausschließlich im WLAN telefonieren will, sollte vorsorgen. In Apples iOS sind Messenger und Telefonie-App getrennt, sodass man FaceTime im Mobilfunk ohne Nachteile blocken kann. Unter Android lässt sich die Mobilfunknutzung im Bereich "Datennutzung durch Apps" unterbinden.

Manchmal will oder muss man aber auch unterwegs erreichbar sein. Wie viel Bandbreite ein Messenger-Anruf dann benötigt und welche Sprachqualität dafür geboten wird, hat das c't magazin in der aktuellen Ausgabe 5/17 untersucht. Dafür nahm die Redaktion die VOIP-Funktion der gebräuchlichsten Apps genauer unter die Lupe – und war überrascht, wie unterschiedlich die Ergebnisse doch ausfallen.

Was die Internet-Telefonie von der herkömmlichen DECT-Telefonie unterschiedet und was man beachten sollte, lesen Sie im Artikel Sehr verbunden: Telefonieren ohne Rufnummer aus c't 5/17.

Wie sich die Messenger-Apps beim Telefonieren geschlagen haben und welche Komfortfunktionen sie bieten, untersucht c't im Artikel Wahlhilfe: Apps mit Internet-Telefonie im Vergleich.
(amo)

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