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VR-Brille: Google Street View erhält Cardboard-Support

Wer eine Virtual-Reality-Papp-Brille nach Googles Cardboard-Design besitzt, kann fremde Städte in Google Street View ab sofort in einer speziell angepassten Ansicht erkunden.

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VR-Brille: Google Street View erhält Cardboard-Support

Für die Cardboard-Ansicht von Street View wird das Bild zweigeteilt.

(Bild: Screenshot )

Eine neue Anbindung an die Papp-Virtual-Reality-Brille Cardboard macht die virtuellen Rundgänge in Google Street View nun noch realistischer. Wer die Papp-Brille besitzt, die als Display das eigene Smartphone nutzt, kann ab sofort in der Google-Maps-App eine spezielle Ansicht für Cardboard aktivieren. Hierzu muss zuerst ein Ort gesucht werden, den Google bereits in Street View integriert hat. Wird das rote Kartensymbol per Fingertipp aktiviert, lässt sich die Street-View-Ansicht unten links einschalten.

Auf der dann angezeigten 3D-Ansicht des Ortes kann per Klick auf das Icon in der rechten unteren Ecke eine Steuerung über die Beschleunigungssensoren gestartet werden. Das Smartphone agiert dann wie eine Kamera, die man in die gewünschte Richtung drehen kann. Eine speziell für Cardboard gedachte Ansicht lässt sich hingegen mit einem Doppelklick auf das Icon starten. Dann schaltet Street View in eine zweigeteilte Darstellung. Bewegungen des Kopfes werden so umgesetzt, als stünde der Betrachter selbst in den Häuserschluchten. Sollte diese Ansicht bei der Nutzung verrückt spielen, so hilft eine Drehung des Smartphone-Bildschirms um 180 Grad.

Nachbauten des von Google veröffentlichten Cardboard-Designs können als Bausatz für wenige Euro bestellt werden. Das Set umfasst entsprechende Schnittmuster aus Pappe sowie die Linsen, die den 3D-Eindruck verstärken. Alternativ kann Cardboard auch durch den Ausdruck einer PDF-Vorlage realisiert werden. Dann müssen Linsen und weitere Kleinteile jedoch selbst beschafft werden.

Cardboard ist je nach Version kompatibel zu Android-Smartphones mit einer Display-Diagonale von maximal 5,7 Zoll. Auch das iPhone bis zur 6-Plus-Version kann in die Papphülle geklemmt werden. Dann jedoch muss auf alternative Apps ausgewichen werden. Google baut seine Unterstützung für die VR-Brille gegenwärtig immer weiter aus. Im Google-Play-Store findet sich bereits eine eigene Unterkategorie, mit einem SDK sollen hingegen Entwickler zu Experimenten mit Cardboard angehalten werden. (mho)

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