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VR-Brille HTC Vive kabellos: TPCast-Transceiver streikt beim Zappeln

Der erste Wireless-Adapter für VR-Brillen ist im Handel: Zumindest in China kann man TPCast bereits kaufen. c't hat das Zubehörteil getestet. Resultat: Durchwachsen.

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VR-Brille HTC Vive kabelllos: TPCast-Transceiver streikt beim Zappeln

Wer aufs Kabel verzichten will, muss viel Technik installieren (von links): Powerbank zur Stromversorgung des Headsets, Headset mit Transceiver am Kopfband, Transceiver zum Anschluss an den PC und mitgelieferten Router zur Übertragung der Tracking-Daten.

(Bild: c't)

Zu den größten Nerv-Faktoren aktueller Virtual-Reality-Hardware gehört das Anschlusskabel: Gerade bei sogenannten Room-Scale-Anwendungen, bei denen sich der Nutzer frei im Raum bewegen kann, verheddert man sich leicht in der Strippe.

Zumindest der HTC Vive lässt sich nun per Zubehörteil der Kabelzwang abgewöhnen: Das Wireless-Set TPCast (ab 329 €) sendet und empfängt Bild, Ton und Bewegungsdaten über eine 60-Ghz-Funkverbindung. c't hat sich das Set in China besorgt – bislang ist TPCast ausschließlich dort erhältlich. Der Preis ist nach unserer Bestellung übrigens gestiegen: Sollte das Set anfangs 1700 RMB (220 Euro) kosten, forderte TPCast vor der Auslieferung noch einmal einen Extrabetrag von 300 RMB (40 Euro).

Im c't-Test fiel zuerst der langwierige und etwas komplizierte Aufbau auf: Zusätzlich zum Transceiver fürs Videosignal muss auch noch ein mitgelieferter Router an den PC angeschlossen werden – dieser sorgt offenbar für die Übertragung der Tracking-Daten. Ist alles angeschlossen, funktioniert alles wie es soll. In einem Blindtest gelang es auch erfahrenen VR-Nutzern nicht zuverlässig, eine Kabel- und TPCast-Vive voneinander zu unterscheiden. Sowohl Bildqualität als auch Latenz wurden vom TPCast-System nicht sichtbar verschlechtert.

Allerdings muss permanent eine Sichtverbindung zwischen den Transceivern an PC und Headset bestehen. Im Test reichte schon eine Hand dazwischen, um Ruckler zu verursachen. Egal, wie und wo die c't-Tester den PC-Transceiver installierten: Durch starkes Herumgehampel ließen sich immer Bildfehler provozieren. VR-Sessions mit weniger Aktivität verkraftete das System zuverlässig.

Ein weiterer Nachteil: Das TPCast macht wegen der genutzten Kanalbündelung das komplette 60-Ghz-Band zu, so dass man kein anderes 60-GHz-Gerät in der Nähe verwenden kann. Anders als die von Intel angekündigte Wireless-VR-Lösung nutzt TPCast nicht den offiziellen IEEE-WiGig-Standard, sondern die proprietäre Wireless-HD-Implementierung.

Lesen Sie den kompletten Test bei c't:

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