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Technology Review

Der Sommer der VR: Virtual Reality erfolgreich in speziellen Anlagen und Themenparks

Im Heimbereich verbreitet sich virtuelle Realität langsamer als erhofft. Doch neue Angebote abseits des eigenen Zuhauses sind bei Besuchern beliebt.

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VR-Technologie hat erfolgreichen Sommer in speziellen Anlagen und Themenparks

Mit der VR-Brille auf der Achterbahn

(Bild: Europapark Rust)

Die Verkäufe von Headsets für virtuelle Realität (VR) kommen entgegen der anfänglichen Erwartungen nicht voran, aber in anderer Form zeigt sich die Technologie zunehmend erfolgreich: An speziellen Standorten sowie in Spielhallen und Vergnügungsparks werden immer mehr VR-Erfahrungen angeboten, die bei den Besuchern gut ankommen. „So wie bei den Spielhallen in den 1970er und 1980er Jahren lohnt es sich heute deutlich mehr, VR außerhalb von zuhause zu nutzen“, sagt Philip Lelyveld, Leiter der Immersive Media Initiative an der University of Southern California, wie Technology Review online in „Der Sommer der VR“ berichtet.

The Void etwa, ein Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Utah, baut reine VR-Standorte auf, in denen Gruppen von Menschen zusammen spielen können. Seit 2016 hat das Unternehmen acht Standorte eröffnet, die meisten in den USA, aber auch in Toronto, London und Dubai; weitere sollen noch in diesem Jahr folgen. Der CEO Cliff Plumer will nichts Genaueres über Besucherzahlen oder Expansionspläne sagen. An manchen Wochenenden und in den Ferien kämen an manchen Standorten aber „deutlich“ über 1000 Besucher, verrät er. Laut Greenlight Insights, einer Marktforschungsfirma für virtuelle und erweiterte Realität, dürfte dieser Markt in diesem Jahr 1,2 Milliarden US-Dollar Umsatz einbringen, gut doppelt so viel wie 2017.

Gleichzeitig wird VR für vollkommen neue Erlebnisse genutzt, die zuhause schlicht nicht möglich wären. Im Wasserpark Galaxy Erding in der riesigen Therme Erding zum Beispiel können Besucher ein wasserfestes Headset aufsetzen und ein virtuelles Abenteuer zum Ansehen auswählen, während sie eine der Rutschen herunterrasen. Zum Beispiel kann man durch den Himmel schweben und dabei einem Schwarm Schmetterlinge folgen. Die nasse 25-Sekunden-Reise arbeitet mit Ultraschall-Sensoren auf der Rutsche und Sensoren am Headset, um zu erkennen, wo der Besucher ist, und die passenden Bilder für ihn einzuspielen.

VR in Freizeitparks ist übrigens schon länger ein Thema: So startete beispielsweise der Europapark Rust eine Virtual-Reality-Achterbahn, bei der eine herkömmliche Achterbahn für die Besucher über VR-Brillen aufgepeppt wird.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)