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VUD will Computerspiel-Messe veranstalten

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Der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschlands (VUD) will eine eigene deutsche Computerspiel-Messe durchführen. Die Veranstaltung soll unter dem Namen Games Convention vom 29. August bis 1. September 2002 in Leipzig stattfinden. Dies sagte VUD-Geschäftsführer Hermann Achilles gegenüber heise online. Damit bestätigt er einen Bericht der Leipziger Volkszeitung, die Ende 2000 über das Projekt mit dem Arbeitstitel Game On berichtet hatte. Veranstaltungsort sei das Gelände der Leipziger Messe, sagte Achilles.

Auf der Games Convention sollen vor allem Spiele und passendes Zubehör vorgestellt werden. Zusätzlich erwartet man aber auch Entwickler von Internet-Diensten, Verlage, Verbände und Lizenzgeber aus den Bereichen Film und TV. Nach Angaben der Leipziger Messe hat es in Deutschland bisher noch keine vergleichbare Veranstaltung gegeben, auf der die neuesten Entwicklungen der Spiele-Branche für das Fachpublikum und Verbraucher vorgestellt wurden. "Geplant ist bisher eine Größenordnung von 10.000 bis 12.000 Quadratmetern allein für den Spielebereich. Die Fläche der restlichen Aussteller, unter anderem Telecom-Unternehmen, ist jetzt noch nicht festgelegt", sagte Achilles.

Die Idee für die Messe wurde nach dem Scheitern der CeBIT Home geboren. Aus Sicht der Veranstalter soll die Games Convention ihren Besuchern mehr als nur eine gewöhnliche Ausstellung bieten. Geplant sei eine Messe mit Erlebnischarakter für den Endverbraucher, schrieb die Leipziger Volkszeitung. Ein Höhepunkt der Messe soll unter anderem die bisher größte LAN-Party der Welt sein. Bereits jetzt macht sich Achilles Gedanken über die Bewältigung des enormen Organisationsaufwandes: "Wenn wir eine LAN mit beispielsweise 3.000 Spielern veranstalten, wissen wir derzeit noch nicht, woher wir Stühle und Tische in solch einer großen Zahl herbekommen sollen. Dabei werden uns sicherlich einige Anbieter helfen müssen".

Als hilfreich könnte sich da das neu gegründete Unternehmen TLC TheLAN Company Event AG erweisen. TheLAN will das Geschäft mit so genannten Netzwerk-Sessions für die Organisatoren profitabler gestalten und vor allem mit eigener Netzwerk-Technik und auch Know-how aushelfen. Aus diesem Grund haben sich mit Malte "Hardball" Kanebly, Patrick "Reschky" Reschke, Holger "Zatte" Eilers, Frank "Gandalf" Schliefer sowie Sven "DeVries" Wagner fünf LAN-Pioniere zusammengefunden, die bereits an großen Veranstaltungen wie der PlaNET iNSOMNIA, gXp sowie gXp 2 mitgeholfen haben. Sie alle verbindet gemeinsam ein Ziel: Mit TheLAN Netzwerk-Partys zum Durchbruch zu verhelfen und interessierte Werbekunden zu gewinnen.

Konkrete Ziele wurden heute in einer Mitteilung veröffentlicht. Demnach sei das oberste Ziel, größere Veranstaltungen entweder alleine zu organisieren oder Technik und Know-how via Franchising an selbstständige Organisatoren gegen eine Gebühr zu vermitteln. Zuerst wolle man die LAN-Party Das große Beben 4 im September mit der eigenen Technik ausstatten, sagte TheLAN-Chef Malte Kanebly in einem Gespräch mit heise online. Dazu zähle unter anderem ein Netzwerk mit tausend Ports vom Computerhersteller Hewlett-Packard. Ob vielleicht sogar TheLAN auf der Game Convention die Netzwerk-Party organisieren wird, bleibt abzuwarten. (daa)

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