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VW-Skandal führt zu Copyright-Ausnahme in den USA

Zugriffssperren auf Kfz-Software dürfen in den USA nun straffrei umgangen werden. Das ist eine Auswirkung des VW-Skandals. Für Sicherheitsforschung ist es zudem zulässig, bestimmt andere Dinge zu hacken. Die Genehmigungen sind eng gefasst.

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Hauptgebäude der Bibliothek des US Congress

Das Hauptgebäude der Library of Congress in Washington, DC

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Wäre die Untersuchung der VW-Software nicht illegal gewesen, wäre der Skandal vielleicht früher aufgeflogen.

(Bild: dpa / Friso Gentsch)

Der Bibliothekar des US-Parlaments ist ein hochrangiger Beamter, der alle drei Jahre Ausnahmen von den Verbotsnormen des Digital Millennium Copyright Act (DMCA) gewährt. Vor einem Jahr wurden neun Gruppen von Copyright-Verletzungen für straffrei erklärt. Zwei davon sind aber erst am Freitag in Kraft getreten. Dazu gehört das Hacken bestimmter Software in Autos sowie, für Belange der IT-Security, ausgewählter anderer Geräteklassen.

Allerdings sind die Grenzen eng gesteckt. Weil ausschließlich der Kfz-Eigentümer straffrei bleibt und kein Dritter beauftragt werden kann, dürften nur wenige Automobilbesitzer in den Genuss der Copyright-Ausnahme kommen. Straffrei bleibt nun auch, wer in bestimmten anderen Geräten Sicherheitslücken finden, untersuchen oder korrigieren möchte. Das muss aber in einer kontrollierten Umgebung geschehen. Medizinische Geräte dürfen danach auch nie wieder an Patienten eingesetzt werden.

Die Ausnahmen schützen nur gegen Strafnormen des DMCA, nicht aber anderer Rechtsquellen. Zudem muss eine Reihe kasuistischer Bedingungen beachtet werden.

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