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VW arbeitet an Schnelllade-Projekt für Elektrofahrzeuge

VW-Chef Matthias Müller hat seine Pläne für E-Autos konkretisiert. Man werde 30 E-Modelle anbieten, Akkus schneller laden – und nicht den Juniorpartner für Apple oder Google spielen.

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VW arbeitet an Schnelllade-Projekt für Elektrofahrzeuge

Der "Budd-e" ist VWs erste Studie auf Basis des neuen "Modularen Elektrifizierungsbaukastens"

(Bild: VW)

Volkswagen will die Elektromobilität mit einem Schnelllade-Projekt und einer Modelloffensive vorantreiben. Dabei gehe es darum, "in 15 Minuten 80 Prozent der Batterie zu laden", sagte Konzernchef Matthias Müller der Bild am Sonntag. "Das wird schon bald spruchreif." Die Federführung liege bei Porsche.

"Das Thema E-Mobilität hat VW in den vergangenen Jahren sicher noch nicht mit der nötigen Intensität betrieben", ergänzte Müller. Dies wolle man aber aufholen. 2020 werde man 30 elektrisch betriebene Modelle anbieten, es gehe um Reichweiten von 500 bis 600 Kilometern.

Die Wolfsburger wollen sich mit Milliardensummen für Elektroautos, neue Dienstleistungen und autonomes Fahren aus der Abgas-Krise befreien und auf Umwälzungen in der Branche reagieren. Mitte Juni hatte Müller angekündigt, dass die rein batteriebetriebenen Fahrzeuge des Konzerns im Jahr 2025 "rund 20 bis 25 Prozent" vom dann erzielten Gesamtabsatz ausmachen sollen.

Neben den Autobauern drängen auch IT-Konzerne wie Google und Apple ins Autogeschäft. Auf die Frage, ob es ernsthafte Gespräche zwischen Google, Apple und VW gegeben habe, sagte Müller der Zeitung: "Na klar. Aber das Rollenverständnis war dann doch zu unterschiedlich, deshalb wurden die Gespräche abgebrochen. In fünf oder zehn Jahren werden wir wissen, wie der Spielstand ist."

Seine Zusammenarbeit mit großen chinesischen Technologieunternehmen baut VW dagegen aus. Die Tochter Audi und das Joint-Venture FAW-Volkswagen arbeiten gemeinsam mit den Internet-Riesen Alibaba und Tencent sowie dem Suchmaschinen-Anbieter Baidu an Funktionen für das vernetzte Auto der Zukunft.

"Die Partner werden ihre Zusammenarbeit auf den Gebieten Datenanalyse, fahrzeugbezogene Internet-Plattform und intelligente Mobilitätslösungen für Städte vertiefen", teilte Audi am Sonntag mit. Mit Alibaba habe das Unternehmen bereits Echtzeit-Verkehrsinformationen in das Infotainmentsystem im Auto integriert.

Elektroautos in Deutschland (55 Bilder)

BMW produziert den i3 seit September 2013, in Deutschland wurde er ab November 2013 ausgeliefert. Grundpreis: 35.000 Euro. BMW gibt die Reichweite mit bis zu 200 km im Alltagsbetrieb an.

(dpa) / (cwo)

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