"Valorant": Riot trickst sich zum Twitch-Rekord

Gleich zum Start hat Riots Shooter "Valorant" einen neuen Zuschauerrekord auf der Streaming-Plattform Twitch aufgestellt. Dabei half Riot eine Beta-Aktion.

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(Bild: Riot Games)

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Der Beta-Start des Online-Shooters "Valorant" hat einen neuen Zuschauer-Rekord auf Twitch aufgestellt. Über einen Tag wurde Valorant über 34 Millionen zusammengerechnete Stunden angeschaut, teilte Entwickler Riot Games mit. Zuschauer blieben also besonders lange bei den Streams.

Bei den Gesamtzuschauerzahlen auf der Streaming-Plattform musste sich Valorant mit 1,7 Millionen gleichzeitigen Zuschauern nur knapp den "League of Legends"-Weltmeisterschaften aus dem vergangenen Jahr geschlagen geben. Die starken Zahlen sind kein Zufall, sondern das Produkt einer Kooperation zwischen Riot Games und Amazons Plattform Twitch.

Valorant ist gerade als Beta gestartet. Wer mitspielen will, braucht einen Key – auf den haben Nutzer eine Chance, wenn sie den großen Streamern auf Twitch zuschauen. So provozierten Riot und Twitch den neuen Zuschauer-Rekord praktisch. Für beide Seiten ist das ein lohnenswertes Geschäft. Twitch gilt als Barometer für das Interesse an Spielen und ist gerade bei kompetitiven Titeln eine wichtige Werbeplattform.

Ebenfalls auffällig war, dass zahlreiche große Streamer-Persönlichkeiten Valorant spielten. Das könnte einerseits daran liegen, dass Riots Ego-Shooter heiß erwartet wird. Es ist aber auch denkbar, dass Riot mit Sponsoring nachgeholfen hat. Einen solchen Weg hat zum Beispiel auch Electronic Arts zum Launch von "Apex Legends" gewählt. Damals soll EA Streamern wie Ninja hohe Summen für Streams gezahlt haben.

Trailer zu Valorant (Quelle: Riot Games)

Valorant ist ein Ego-Shooter irgendwo zwischen dem bunten "Overwatch" und dem nüchternen "Counter-Strike: GO". Wie bei CS:GO steht präzises Schießen im Mittelpunkt des Spielerlebnisses, das aber von einigen Spezialfertigkeiten aufgelockert wird. In Valorant treten zwei Teams mit jeweils fünf Spielern gegeneinander an – wer die meisten von bis zu 24 Runden gewinnt, entscheidet eine Partie für sich.

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Entwickler Riot Games gehört zu den wichtigsten PC-Entwicklerstudios: Über ein Jahrzehnt lang hat Riot League of Legends zum meistgespielten PC-Spiel und zur wichtigsten E-Sports-Art ausgebaut. Nun will Riot mit hochwertigen Titeln in anderen Genres den Markt aufmischen. Mit dem Kartenspiel "Legends of Runeterra" greift Riot zum Beispiel Blizzards Hearthstone an. Wegen Riots Erfahrung mit League of Legends ist Valorant außerdem ein vielversprechender E-Sports-Kandidat im Shooter-Bereich, wo Overwatch nie den ganz großen Erfolg geschafft hat. (dahe)