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Valve-Chef betont: Linux künftig wichtig für Gamer

In seiner Rede auf der LinuxCon North America hat Gabe Newell, Chef von Valve Software, erneut die Bedeutung von Linux für die Spielewelt betont. Dabei ist Newell durchaus bewusst, dass sich der Anteil der Linux-Gamer bei weniger als einem Prozent bewegt und zwar unabhängig davon, ob man die Anzahl der Spielenden, die gespielten Minuten oder das erzielte Einkommen betrachtet. Trotzdem gibt sich Newell überzeugt, dass Linux die Zukunft für Spiele ist.

Wie Valve Linux in die Wohnzimmer bringen will, soll schon nächste Woche bekannt gegeben werden. Dann will Newell weitere Informationen zur Hardware liefern, mit der Valve dieses Ziel erreichen will. Schon vor einigen Monaten hatte Valve eine Linux-basierte Spielekonsole, die Steam Box, angekündigt. Von dieser war bei Newells Keynote allerdings nicht explizit die Rede.

Gabe Newells Keynote auf der LinuxCon North America

Das 1996 gegründete Unternehmen Valve Software hat früh die Bedeutung digitaler Vertriebsplattformen erkannt und erfolgreich seine Online-Spieleplattform entwickelt. 1999 stellte Valve erstmals dedizierte Linux-Spieleserver bereit. Laut Newell wird Linux auch an vielen Stellen innerhalb des Unternehmens eingesetzt. Im Februar 2013 hatte Valve dann schließlich den Client für seine Online-Spieleplattform Steam auch für Linux veröffentlicht und seither weiter verbessert. 174 Spiele stehen Linux-Gamern über Steam mittlerweile zur Verfügung.

Mit der Entwicklung von Big Picture, das auch der Linux-Client unterstützt, will Valve all jene Dinge, die die User an ihrem PC schätzen, ins Wohnzimmer bringen. Auf der Hardware-Seite seien dazu Probleme wie Lärm und Hitzeentwicklung zu lösen, so Newell. Um die Unterschiede zwischen mobilen Plattformen, Wohnzimmer und Desktop-PC zu überwinden, seien jedoch offene Plattformen wie Linux ideal.

Abgesehen vom Steam-Client und den Linux-Versionen seiner eigenen Spiele trägt Valve auch zur Entwicklung des LLDB-Debugger-Projekts bei und entwickelt zudem einen eigenen Linux-Debugger. (lmd)

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