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Valves Spiele-Linux SteamOS steht zum Download bereit

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SteamOS bringt neben Big Picture auch Gnome 3 mit, sodass sich auch Desktop-Anwendungen nutzen lassen.

(Bild: phoronix.com )

Valve Software hat eine erste Beta-Version von SteamOS zum Download freigegeben und ihm den Spitznamen "Alchemist" verpasst. Das Linux-Betriebssystem basiert auf Debian 7 Wheezy und dient als Grundlage für Valves eigene Spielkonsole Steam Machine. Diese soll erst 2014 erscheinen, allerdings hat Valve bereits 300 erste Prototypen ausgeliefert. Die jetzt verfügbare SteamOS-Version ist zunächst auf deren Hardware zugeschnitten. Sie ergänzt die Open-Source-Linux-Plattform Debian um den Steam-Client und proprietäre Treiber.

Als grafische Oberfläche bietet SteamOS die Vollbild-Ansicht Big Picture. Wer die Mediacenter-Oberfläche verlässt, landet auf einem Gnome-3-Desktop und kann normale Desktop-Anwendungen nutzen. Die Anzahl der verfügbaren Anwendungen in den SteamOS-Paketquellen ist derzeit noch begrenzt, allerdings sollten sich die meisten Debian-Pakete auch einsetzen lassen. Das System verwendet einen Linux-Kernel 3.10 und spielt automatisch Updates mit Debians Paketverwaltung apt aus den Steam-Repositories ein.

Voraussetzung für die Installation von SteamOS ist ein Intel- oder AMD-Prozessor mit Unterstützung für 64 Bit, mindestens 4 GByte RAM und eine 500 GByte fassende Festplatte. Außerdem setzt die jetzige Version von SteamOS eine Nvidia-Grafikkarte und ein UEFI-fähiges Mainboard voraus. Valve hatte aber noch im Oktober betont, dass es Steam Machines auch mit AMD-Grafikchips geben werde und arbeitet derzeit an der Unterstützung für Intel- und AMD-Grafikchips.

SteamOS lässt sich auf zwei Wegen installieren. Beide formatieren bei der Installation die ganze Festplatte, sodass sich SteamOS nicht ohne Weiteres parallel zu Windows einrichten lässt. Als Standardweg sieht Valve eine Image-basierte Installation mit Clonezilla vor, alternativ nutzt man den Debian-Installer. In beiden Fällen kommt das System als ZIP-Archiv, das man mit Hilfe eines USB-Sticks installiert. Die erste Beta-Version von SteamOS steht über die Steam-Seite zum Download bereit. (lmd)