Vanity-URLs: Google+ führt eigene Adressen für Profile ein

Name statt Nummer: Nutzer von Google+ sollen eine lesbare Adresse erhalten. Berühmte Kunden konnten ihr Profil bereits umstellen.

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Die Nutzer des Social Networks Google+ sollen in Zukunft sogenannte Vanity-URLs bekommen: eine eigene, leicht zu merkende URL nach dem Muster google.com/+name. Google bietet diese Funktion zunächst einem begrenzten Kreis von verifizierten Accounts an, vor allem Firmen und Prominenten. Bisher ließen sich Google+-Profile nur über eine 21-stellige ID-Nummer in der Adresse referenzieren.

Google hat noch keine Informationen dazu veröffentlicht, wann User ihre Vanity-URL beanspruchen können und welche Voraussetzungen es dafür geben wird. Es ist wahrscheinlich, dass Privatleute erst zum Zug kommen werden, nachdem sich Markeninhaber und Stars ihre Namen gesichert haben, um das sogenannte Namejacking zu verhindern.

Namen und Identitäten sind ein Reizthema bei Google+: Die umstrittene Realnamenpflicht führte im vergangenen Jahr zu den #nymwars, nachdem Google User gesperrt hatte, die ihr Profil unter einem Spitznamen führten. Nach teils heftiger Kritik erlaubte Google die Benutzung von "etablierten Pseudonymen", sofern der User nachweisen konnte, unter diesem Namen in der Öffentlichkeit bekannt zu sein.

Google+ hat sich mit den Vanity-URLs Zeit gelassen: Bei Facebook können die Nutzer seit Oktober 2009 die zugewiesene ID durch eine selbst gewählte Zeichenfolge ersetzen. Andere Dienste wie Twitter setzten von Anfang an auf Adressen, die sich gut merken und suchen lassen. (phs)