Vaporware Awards 2009: "Duke Nukem Forever" hat einen Nachfolger

Die US-Zeitschrift "Wired" hat wieder Produkte gewürdigt, die für dieses Jahr angekündigt waren, aber nicht auf den Markt kamen.

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Von
  • Andreas Wilkens

Die US-Zeitschrift Wired hat dieses Jahr für ihre Vaporware Awards ein neues Zeitalter eingeläutet. Zum ersten Mal seit Jahren stand nicht mehr das – am 25. April 1997 erstmals versprochene und seitdem nicht erschienene – Spiel Duke Nukem Forever zur Wahl. Der Spielentwickler 3D Realms hatte im Mai dieses Jahres seine Mitarbeiter entlassen. Falls eine offizielle Stellungnahme von Take-Two Interactive folge, das die Rechte an Duke Nukem Forever hält, werde das Spiel endgültig beerdigt, schreibt Wired.

Da der "Duke" also diesmal seinen Titel vom vorigen Jahr nicht verteidigen konnte, durfte nun ein wohl fast ebenbürtiges Spiel die Krone des "meist angekündigten, aber nicht auf den Markt gebrachten" Produkts übernehmen: StarCraft II, das Sequel des vor zwölf Jahren erschienenen Strategiespiels StarCraft: Brood War aus dem Hause Blizzard, der voriges Jahr in der Gunst der Wired-Leser Platz vier erreicht hatte. Blizzard, das inzwischen mit Activision fusionierte, hatte zuletzt in diesem Sommer das Erscheinen von Starcraft II auf nächstes Jahr verschoben. Vor zwei Jahren sei bereits eine spielbare Version präsentiert worden, seitdem sei nichts passiert. Für Starcraft II hätten die Leser aber mehr Stimmen abgegeben als für alle anderen Kandidaten auf der Liste zusammen.

Auf dem zweiten Platz landete das Tablet-Gerät CrunchPad. Das Tech-Blog TechCrunch hatte im Juni 2009 angekündigt, ein Internet-Tablett mit Intels Atom-Prozessor entwickeln zu wollen. Ein halbes Jahr später war der Traum schon ausgeträumt. Da zitierte Blog-Betreiber Michael Arrington eine E-Mail des Chefs von Fusion Garage Chandra Rathakrishnan, wonach er Entwicklung, Herstellung und Vertrieb des CrunchPad selbst übernehmen wolle, ohne TechCrunch.

Die Bronze-Medaille 2009 geht an den Kamera-Hersteller Red, der Ende 2008 für 2009 ein modulares Kamerasystem namens Scarlet angekündigt hatte. Daraus wurde dieses Jahr nichts, aber Red habe es geschafft, den voraussichtlichen Verkaufspreis bereits dreimal anzuheben, wie ein Wired-Leser anmerkte. Platz vier ging an den Ego-Shooter Black Mesa, Platz 5 holte sich der Editor TextMate 2. Auf den weiteren Plätzen folgen der Router D-Link Xtreme N450, das Rollenspiel Penny Arcade Adventures: On the Rain-Slick Precipice of Darkness, Episode 3, das Fernsehgerät Mitsubishi 73-inch LaserVue HDTV, der Bildschirm Pixel Qi und schließlich die US-Ausgabe des Musikdienstes Spotify. (anw)