Verkehrssicherheit: Zahl der Verkehrstoten auf historischem Tief

Wesentlich weniger Moped- und Motorradfahrer kamen 2019 gegenüber dem Vorjahr ums Leben. Bei Elektrofahrrädern ist der Trend gegenläufig.

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Entwicklung der Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen (in tausend).

(Bild: Statistisches Bundesamt)

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Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 3059 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Das sind nach Zahlen des Statistischen Bundesamts 6,6 Prozent weniger als 2018, als es 3275 Getötete waren.

Die Zahl der Verkehrstoten ist damit so niedrig wie noch nie seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren. Auch die Zahl der Verletzten ging 2019 gegenüber dem Vorjahr zurück, und zwar um 3 Prozent auf rund 384.000 Personen.

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Bei fast allen Verkehrsbeteiligungsarten gab es laut Statistischem Bundesamt weniger Getötete im Straßenverkehr, allerdings stieg die Zahl der Getöteten, die mit Pedelecs unterwegs waren, um 33 Prozent, das sind 28 Personen. Vermutlich ist das auf die zunehmende Verbreitung des Verkehrsmittels zurückzuführen. Den stärksten prozentualen Rückgang gab es bei den getöteten Nutzern von Motorrädern, Mopeds und Motorrollern, mit -15,1 Prozent.

Insgesamt hat die Polizei im Jahr 2019 rund 2,7 Millionen Unfälle aufgenommen, 1,9 Prozent mehr als 2018. Bei 2,4 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden (+2,5 Prozent). Die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, ging um 2,8 Prozent auf rund 300.200 zurück.

Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Sachsen-Anhalt mit 62 Todesopfern und in Mecklenburg-Vorpommern mit 55 Todesopfern je einer Million Einwohner am höchsten. Weit unter dem Bundesdurchschnitt von 37 Getöteten je eine Million Einwohner liegen die Stadtstaaten, aber auch das Saarland und Nordrhein-Westfalen, wo auf eine Million Einwohner 25 beziehungsweise 26 Getötete kamen. (anw)