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Technology Review

Venter-Institut baut Bakteriengenom zusammen

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Forscher des J. Craig Venter Institute haben erstmals ein komplettes Genom des Bakteriums Mycoplasma genitalium aus einzelnen, synthetisch produzierten DNS-Abschnitten zusammengesetzt. Dies berichten sie in der heutigen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science. "Das Genom ist 20-mal größer als das größte bisher publizierte Genfragment", sagte Institutsleiter Craig Venter gestern in einer Telefonkonferenz. Es ist rund 580.000 Basenpaare lang.

Laut Venter sei damit der zweite Schritt zur Herstellung von künstlichen Organismen, mit denen er etwa Kraftstoffe im großen Stil produzieren will, geschafft. Der dritte sei nun, ein derart synthetisiertes Genom in einer Wirtszelle zu "booten". Bereits im vergangenen Jahr hatte das Venter-Institut eine gelungene Genom-Transplantation gemeldet, dabei war allerdings kein synthetisches Genom verwendet worden.

Venters Ziel ist, "in die Design-Phase der Biologie einzutreten". Ein auf die wesentlichen Lebensfunktionen reduziertes Minimalgenom soll dabei künftig das "Betriebssystem für Zellen" bilden, die dann als Biomaschinen dienen könnten. Auf das Synthese-Verfahren hat das Venter-Institut ebenso ein Patent angemeldet wie auf das Konzept des Minimalgenoms.

Vorwürfe der kanadischen ETC Group, er presche mit seiner Forschung voran, ohne eine gesellschaftliche Debatte über die Risiken zu initiieren, wies Venter zurück.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(nbo)

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