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Verbände fordern biometrische Kontrollen an deutschen Flughäfen

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"Der flächendeckende Einsatz von Biometrie kann die Grenzkontrollen an deutschen Flughäfen beschleunigen und komfortabler machen." Das schreiben die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) in einem Positionspapier (PDF-Datei). Darin fordern die Verbände die Bundesregierung auf, zusammen mit der Wirtschaft eine Roadmap zur flächendeckenden Einführung der biometriegestützten Grenzkontrolle zu entwickeln.

Die biometrischen Reisepässe würden derzeit nicht zur elektronischen Prüfung der Dokumentenechtheit und zur biometrischen Identifizierung des Reisenden genutzt, bedauert Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender der DATEV. Dabei habe ein Pilotprojekt in Frankfurt mit Iris-Erkennung gezeigt, dass die Technik gut funktioniere und von den Passagieren gut angenommen werde. "Jetzt gilt es, dass das Bundesinnenministerium und die Bundespolizei das Projekt in einen flächendeckenden Regelbetrieb überführen", sagt Volker Zintel vom Sicherheitsmanagement der Fraport AG.

Während der Bitkom, der sich bereits zum biometrischen Reisepass vor dessen Einführung im November 2005 lobend äußerte, Lobbyarbeit für die Mitgliedsfirmen betreibt, die Sicherheitstechnik anbieten, haben die Flughäfen ein Interesse an einer schnelleren Abwicklung der Kontrollen. 2007 passierten laut ADV an deutschen Flughäfen etwa 73,5 Millionen Reisende eine Grenzkontrolle. Diese sei immer wieder ein Staupunkt, der zu lästigen Wartezeiten für die Reisenden führe. Zudem stiegen die Passagierzahlen und die Anforderungen an die Sicherheit. (anw)

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