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Verband: Ingenieurstudenten sind nicht vorbereitet auf Industrie 4.0

In der vernetzten Arbeitswelt von morgen ist kaum noch etwas wie früher. Dennoch hinkt etwa die Ausbildung von Ingenieuren den Trends hinterher, sagen Kritiker

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Die Digitalisierung bringt massive Veränderungen für Gesellschaft, Lehre und Arbeitswelt mit sich – doch nicht alle fühlen sich ausreichend vorbereitet. Auf der Hannover Messe mahnten Experten daher am Dienstag zu frühzeitigen Kurskorrekturen. Angesichts immer schnellerer Innovationszyklen fordert etwa der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) eine grundlegende Reform der Ingenieursausbildung.

Laut einer VDI-Umfrage gaben nur 11 Prozent der von befragten Studierenden an, dass sie sich auf die Herausforderungen der vernetzten Industrie von morgen gut vorbereitet fühlten – bei den Berufseinsteigern waren es gerade mal 9 Prozent. 61 Prozent sahen sich eher nicht bis gar nicht gerüstet.

"Noch unbefriedigend ist außerdem die Bereitschaft der Professoren, sich an die Anforderungen der digitalen Transformation anzupassen", rügte der VDI-Direktor Ralph Appel. Auch der Vize-Präsident der Hochschule München, Professor Klaus Kreulich, forderte eine Strukturreform mit projektorientiertem Lernen und vor allem auch kurzfristig anzupassenden Lehrplänen. Statt zeitlich begrenzter Förderprogramme sei künftig eine nachhaltige Grundförderung nötig. (axk)