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Verbesserter Grafiktreiber für Raspberry Pi 4 in Arbeit

Nach dem Weggang des Hauptentwicklers hat sich ein neues Team den Grafiktreiber des Raspberry Pi vorgenommen. Mit ersten Ergebnissen ist demnächst zu rechnen.

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Das neue Entwickler-Team des Grafiktreibers des Raspberry Pi 4 hat sich öffentlich vorgestellt. Künftig kümmern sich Iago Toral, Alejandro Piñeiro und José Casanova von der Consulting-Firma Igalia um die Pflege und Weiterentwicklung des quelloffenen OpenGL-Treibers des Video Core VI, der im SoC des Raspberry Pi 4 zum Einsatz kommt.

Bei der offiziellen Vorstellung im Blog der Raspberry Pi Foundation erwähnt Toral bereits erste Verbesserungen, die er und seine Kollegen beim aktuellen OpenGL-ES-Treiber für den Raspi 4 erreicht haben. Die Arbeiten betrafen unter anderem den Shader, Performance-Verbesserungen beim Transform Feedback, wodurch einige Funktionen jetzt die GPU statt wie bisher die CPU nutzen, außerdem wurden einige Bugs beseitigt.

Außerdem hat das neue Entwickler-Team den Funktionsumfang des Treibers von OpenGL ES 3.0 auf OpenGL ES 3.1 erweitert. Dadurch lässt sich nun auch der Compute Shader ansprechen, um die GPU für Berechnungen einzuspannen. Die Lorbeeren für die Arbeit gingen aber an den bisherigen Hauptentwickler des Grafiktreibers, Eric Anholt, der Anfang August zu Google wechselte, wodurch die Neubesetzung des Entwickler-Teams notwendig wurde.

Derzeit müssen die Treiber noch selbst aus dem Mesa-Repository übersetzt werden. Es dürfte mindestens bis zum nächsten Release dauern, bis der neue Treiber in Raspbian integriert wird. Ältere Raspberry Pi bis einschließlich Modell 3B+ haben einen VideoCore IV, für den ein anderer Treiber zuständig ist, sodass ihnen die aktuellen Verbesserungen nicht zugute kommen.

(mid)