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Verbraucherschutzminister wollen gegen "Fake-Shops" im Internet vorgehen

Der Betrug mit "Fake-Shops" nimmt zu. Die Verbraucherschutzminister sehen das Problem in der fehlenden Identitätsprüfung bei der de-Domain-Registrierung.

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(Bild: dpa, Jens Kalaene)

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Die Verbraucherschutzminister der Länder wollen verstärkt gegen "Fake-Shops" im Internet vorgehen. Nach Informationen von NDR und Süddeutscher Zeitung sprechen sich die Ministerien dafür aus, dass die Anmeldung von Internetseiten mit einer de-Domain künftig nur mit einer Identitätsprüfung möglich ist.

Bisher kann man eine Internetseite mit einer de-Adresse anmelden, ohne seine Identität nachweisen zu müssen. Die Folge: Viele solcher Seiten werden mit falschen Namen und Anschriften angemeldet. Betrüger nutzen de-Seiten, um Kunden falsche Seriosität vorzugaukeln. Sie bieten Waren an, ohne dass sie versendet werden. Erkennbar sind solche Shops häufig daran, dass sie vor allem Markenware beispielsweise in den Bereichen Sportschuhe, Elektronik und Haushaltsgeräte mit hohen Nachlässen anbieten. Außerdem wird als Zahlungsart meist nur Vorkasse angeboten.

"Deshalb ist das Thema der Identifizierung bei der Anmeldung eines der wichtigen Punkte", sagte Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU), dessen Ministerium die Vorschläge entwickelt hat. "Wenn Verbraucherschutz und Strafverfolgungsseite eng zusammenarbeiten, können wir vielen Fake-Shops den Garaus machen", sagte Hauk. Höhere Hürden für die Eröffnung eines Online-Shops und ein schnelles Reagieren bei Auffälligkeiten könnten große materielle Schäden auf Verbraucherseite verhindern. (mit Material der dpa) / (olb)