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Verbraucherministerin rügt Google Street View

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Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat die Praxis des US-Konzerns Google kritisiert, Straßen und Häusern für seinen Internet-Dienst Street View aufzunehmen. "Die flächendeckende Fotoaktion ist nichts anderes als eine millionenfache Verletzung der Privatsphäre", sagte Aigner dem Nachrichtenmagazin Focus: "Kein Geheimdienst dieser Welt würde so ungeniert auf Bilderjagd gehen." Aigner stehe deshalb in Kontakt mit dem Innenministerium, "um rechtliche Schritte und mögliche Gesetzesänderungen zu prüfen". Das bisherige Verfahren soll nach ihrem Willen umgedreht werden: Nicht die Bürger sollen einer Veröffentlichung ihrer privaten Daten widersprechen müssen, sondern Google sollte verpflichtet sein, Genehmigungen einzuholen.

Google speichert für Street View umfangreiches Bildmaterial der deutschen Innenstädte und will es ins Internet stellen. Dafür lässt das Unternehmen mit speziell ausgerüsteten Autos systematisch in Städten und Gemeinden fotografieren. Die Aufnahmekamera ist in 2,50 Meter Höhe angebracht, sodass sie meist auch über Hecken und Zäune reichen. Noch sind die Daten deutscher Städte im Internet nicht verfügbar. Eingestellt sind aber bereits Bilder von Paris, London und Kommunen aus der Schweiz.

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