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Verbraucherschützer warnen vor "opendownload.de"

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Die rheinland-pfälzischen Verbraucherschützer warnen vor dem Internet-Software-Anbieter opendownload.de. Derzeit häuften sich Anfragen zu fragwürdigen Rechnungen des Seitenbetreibers, wie die Verbraucherzentrale in Mainz mitteilte. Das Unternehmen bitte Internetnutzer für ein Abonnement zur Kasse, das sie angeblich durch Registrierung auf seiner Seite geschlossen haben sollen. "Lassen Sie sich durch Rechnungen und Mahnschreiben der Firma nicht einschüchtern", lautet der Rat der Verbraucherschützer. "Weisen Sie die Zahlungsaufforderungen des Anbieters mit der Begründung zurück, dass kein rechtskräftiger Vertrag zustande gekommen ist."

Wer sich anmeldet, soll auf sein gesetzliches Widerrufsrecht verzichten.

Der Betreiber der Seite, die Mannheimer "Content Services", versuche, kostenlose Programme Dritter weiterzuleiten und dann bei unbedarften Internetnutzern abzukassieren. Die Betroffenen hatten im Internet nach Angeboten wie "OpenOffice" oder Virenschutzprogrammen gesucht. Beim Anklicken eines Links wurden sie dann auf die Internetseite opendownload.de geleitet und kamen zu einer Anmeldeseite. Neben einer Eingabemaske für persönliche Daten findet sich dort der beiläufig eingestreute Hinweis: "Durch Drücken des Buttons 'Anmelden' entstehen Ihnen Kosten von 96 Euro inkl. Mehrwertsteuer pro Jahr (12 Monate zu je 8 Euro). Vertragslaufzeit 2 Jahre."

In der Annahme, die geforderten Daten seien lediglich für den bekanntermaßen kostenlosen Download der Software nötig, haben die meisten diese Klausel übersehen. Besonders dreist: Wer sich anmeldet, muss auf sein gesetzliches Widerrufsrecht verzichten. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale reicht das Setzen eines Häkchens aber nicht aus, um wirksam auf sein Widerrufsrecht zu verzichten. Das gleiche Prinzip wird auf der Website "dein-geistiges-alter.de", "vornamen-suchen.de" und "lehrstellen-infos.de" angewendet. (anw)

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