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Verbraucherschutzministerin legt mit Kritik an Google nach

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Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) legt mit ihrer Kritik an Aufnahmen des US-Konzerns Google von Straßen und Häusern für das Internet nach. "Dass Google den Anwohnern ein Widerspruchsrecht einräumt, genügt nicht", sagte Aigner gegenüber dpa. Ihre Bedenken gegenpüber Googles Street View seien nicht ausgeräumt. "Wer mit persönlichen Daten Geld verdienen will, der muss aus meiner Sicht vorab eine ausdrückliche Einwilligung einholen." Dies gelte vor allem für Google und vergleichbare Dienste, die ohne Einwilligung Häuser und Vorgärten abfotografierten, um die Bilder anschließend zu kommerziellen Zwecken zu verwerten. "Solche Projekte sind nichts anderes als eine millionenfache Verletzung der Privatsphäre."

Aigner dringt anlässlich des "Safer Internet Day" an diesem Dienstag auf mehr Sicherheit beim Surfen im Internet. "Die Internet-Wirtschaft wird auf Dauer nur erfolgreich sein können, wenn ihr der Schutz privater Daten ebenso wichtig ist wie die Erschließung neuer Geschäftsfelder", sagte sie. "Fast täglich werden neue Geschäftsmodelle im Internet entwickelt, die nur ein Ziel haben: Mit unseren Daten Geld zu verdienen. Persönliche Daten sind persönliches Eigentum und müssen es bleiben."

Die Ministerin trifft sich am heutigen Dienstag mit dem Branchenverband Bitkom, um über Sicherheitsdefizite zu sprechen. "Wir alle wissen, dass ein verbesserter technischer Schutz mitunter zu weniger Benutzerfreundlichkeit führt", sagte die CSU-Politikerin. "Ich warne aber davor, die Sicherheitsvorkehrungen im Internet zu vernachlässigen, nur damit die eine oder andere Anwendung schneller läuft. Die Wirtschaft muss alles dafür tun, damit die Sicherheit der Kundendaten gewährleistet ist." (jk)

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