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Verdi: 1.000 Stellen bei IBM Deutschland auf der Kippe

Laut Verdi will IBM Teile des IBM Global Technology Services an andere Unternehmen abtreten, 1000 Stellen seien davon betroffen. Bei einer Übernahme dürfen sich deren Arbeitsverhältnisse für ein Jahr nicht verschlechtern – danach schon.

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IBM

(Bild: dpa, Jason Szenes)

Die Gewerkschaft Verdi berichtet, dass IBM Deutschland Teile des Global Technology Services (GTS) verkaufen will und damit indirekt Arbeitsplätze abbauen möchte. Verdi beruft sich damit auf eine interne E-Mail des Konzerns. Demnach könnten bis zu 1000 Beschäftigte von IBM betroffen sein. Werden Teile von GTS an ein anderes Unternehmen verkauft, wechseln Arbeitnehmer bei einem sogenannten Betriebsübergang zum neuen Unternehmen. Die Inhalte des Arbeitsverhältnisses dürfen sich dann zunächst für ein Jahr nicht für den Arbeitnehmer verschlechtern – danach allerdings schon.

Auf Anfrage von heise online hat das Unternehmen IBM anfangs nicht reagiert. IBM wollte jedoch bereits bis März 2017 mehrere hundert Stellen abbauen, ruderte aber nach zahlreichen Kündigungsschutzklagen von Mitarbeitern wieder zurück. Bereits seit längerer Zeit kämpft IBM mit sinkenden Umsatzzahlen.

Bei IBM GTS handelt es sich um eine Sparte der Firma, die zahlreiche Dienste in den Bereichen IT-Outsourcing und -Consulting anbietet. IBM bezeichnet das Konzept als "IT as a Service".

[Update: 08.12.17, 11:29 Uhr] IBM hat sich inzwischen mit folgendem Statement zum Thema geäußert:

"Während IBM sich immer weiter zu einer Cognitive-Computing- und Cloud-Plattform-Firma entwickelt, überprüfen wir ständig unsere Personal- und Serviceangebote und evaluieren aktuell die Zusammenarbeit der GTS-Infrastructure-Delivery-Organisation mit externen Anbietern in Deutschland. Wir informieren unsere Mitarbeiter und ihre Vertreter entsprechend über weitere Entwicklungen." (bbo)

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