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Verein will freien Wissenszugang fördern

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Am gestrigen Montag hat sich der "Verein zur Förderung der Suchmaschinentechnologie und des freien Wissenszugangs", kurz SuMa-eV, konstituiert. Seine Gründung ist eine Reaktion auf die zunehmende Konzentration im Suchmaschinenmarkt, die sogar den Bundestag beschäftigte. Der Verein sieht in der Machtposition einzelner weniger Unternehmen eine Gefährdung des freien Zugangs zum Wissen. Suchmaschinen kontrollieren unter anderem, in welcher Reihenfolge und damit Bewertung die Ergebnisse einer Recherche beim Nutzer angezeigt werden (Ranking), welche Informationen verfügbar und welche nicht zugänglich sind.

Gerade die Reihenfolge der Ergebnisse ist von außerordentlich hohem kommerziellen Interesse, so der SuMa-eV. Diese Bewertung sollte jedoch an der Sache orientiert und dem gesellschaftlichen Interesse verpflichtet sein. Sie sollte unabhängig von Interessen einzelner Unternehmen und Parteien erfolgen, so die Idealvorstellung des neuen Vereins.

Der Verein will politisch aktiv werden, um öffentliche und politische Unterstützung zu erlangen und Fördermittel und Spenden für konkrete Projekte akquirieren. Fernziel ist der Aufbau einer dezentralen und kooperativen Suchmaschinen-Struktur in Deutschland als Alternative zu den kommerziellen Anbietern Google und Co.

Initiatoren des Vereins sind Wolfgang Sander-Beuermann, als Projektleiter Suchmaschinenlabor im regionalen Rechenzentrum für Niedersachsen (RRZN) der Vater der Metasuchmaschine MetaGer, und sein ehemaliger Chef, Professor a.D. Helmut Pralle. Als Schirmherr und weiteres Gründungsmitglied konnten sie unter anderem den MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg gewinnen. Auf der Homepage des Vereins können sich Interessierte über den SuMa-eV informieren. (jo)