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Verhaftungen wegen Zotob- und Mytob-Würmern

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Zusammen mit Strafverfolgern in Marokko und der Türkei habe man zwei Personen festnehmen können, die im Verdacht stünden, die Würmer Mytob und Zotob entwickelt und im Internet freigesetzt zu haben, verkündete das FBI. Auch Microsoft habe bei den Ermittlungen, die zu den Verhaftungen geführt hätten, geholfen. Ein in Russland geborener Marokkaner, der unter dem Pseudonym "Diablo" aktiv gewesen sei, sowie ein Türke mit dem Pseudonym "Coder" würden nun nach dem Strafrecht in den jeweiligen Ländern angeklagt.

Das FBI sieht die schnellen Ermittlungserfolge in diesem Fall als ein gutes Beispiel dafür, was die Strafverfolger erreichen können, wenn lokale und internationale Behörden, Firmen wie Microsoft und Mitglieder der Antivirus-Gemeinschaft zusammenarbeiten. Auch Brad Smith, Anwalt und Senior Vice President bei Microsoft, hob die gelungene Zusammenarbeit der Behörden und des Internet Crime Investigations Teams von Microsoft hervor. "Die Ergebnisse zeigen, dass Cyberkriminelle identifiziert, festgenommen und für ihre Handlungen zur Verantwortung gezogen werden", meinte Smith.

Zotob, Mytob und die diversen Wurmvarianten nutzten eine Lücke in der Plug&Play-Schnittstelle unter Windows aus, um Rechner zu infizieren, die mit Windows 2000 arbeiten. Teilweise lieferten sich Entwicklergruppen einen regelrechten Krieg mit verschiedenen Wurmvarianten. In den USA sorgte vor allem Zotob für einigen Wirbel, da mehrere große Firmen und Medienunternehmen davon betroffen waren. Hierzulande hielt sich der Befall von Systemen sehr in Grenzen. (jk)

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