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VeriSign verteidigt Sitefinder

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Der Domainmonopolist VeriSign will den umstrittenen Sitefinder-Dienst wieder online bringen. Der Dienst leitete seit dem 15. September alle Anfragen nach nicht registrierten .com- und .net-Domains auf die hauseigene Suchseite um, musste allerdings auf massiven Druck der ICANN vergangene Woche vom Netz genommen werden.

Sitefinder erboste vor allem Anti-Spam-Aktivisten, die VeriSign vorwarfen, das Versenden von Massen-Werbung zu erleichtern. Denn häufig verwenden Spam-Versender Phantasie-Adressen als Absender. Internet-Provider blocken deshalb E-Mails mit Absenderadressen aus einer nicht existierenden Domain. Das funktionierte für .com- und .net-Domains nun nicht mehr, da das DNS bei nicht existierenden Adressen keine Fehlermeldung lieferte.

In Online-Umfragen will VeriSign herausgefunden haben, dass rund 80 Prozent aller befragten Internet-User die Einführung des Sitefinder begrüßten. In einem Kommentar für den Internet-Newsdienst News.com verteidigte Mark McLaughlin von VeriSign den Service als "Innovation", der durch Überregulierung kein Riegel vorgeschoben werden dürfe. Sitefinder habe eine Art Religionsstreit im Internet ausgelöst, weil eine lautstarke Minderheit nicht akzeptieren würde, dass das Internet wirtschaftlich genutzt werden müsse. (wst)

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