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Verizon-CEO: "5G verändert alles"

Die nächste Mobilfunkgeneration ist auf der CES in aller Munde. Verizon-Chef Hans Vestberg spricht von der Umwälzung der gesamten Technikwelt.

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Verizon-CEO: "5G verändert alles"

Hans Vestberg bei seiner CES-Keynote am Dienstag.

(Bild: heise online)

Hans Vestberg weiß Bescheid: "5G wird alles verändern", sagte der frischgebackene CEO des US-Netzbetreibers Verizon auf der CES in Las Vegas. Die nächste Mobilfunkgeneration ist auf der Messe zwar in aller Munde, lässt sich aber nur schwer greifen. Denn die Mobilfunkbranche, die 5G schließlich an den Kunden bringen soll, spart sich ihre Munition für den Mobile World Congress auf, der in wenigen Wochen in Barcelona beginnt.

Vestberg will auch nicht über Handys reden: "Wer glaubt, 5G ist nur für mobile Endgeräte, der denkt nicht weit genug." Der Verizon-Chef verweist lieber auf die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die sich mit 5G für ganz unterschiedliche Branchen eröffnen. "Der Schritt zu 5G ist viel mehr als nur die nächste Mobilfunktechnologie", sagt Vestberg auf der CES. "Es ist ein Quantensprung, der eine neue Ära mit radikal neuen Möglichkeiten für alle Technologiesektoren einläutet."

Zum Beispiel in der Medienbranche: Die New York Times hat zusammen mit Verizon ein "5G Journalism Project" angeschoben, das mit dem neuen Mobilfunkstandard neue Formen des Journalismus entwickeln soll. Wie das konkret aussehen könnte, weiß auch Mark Thompson, CEO der New York Times Company, nicht so genau. Noch aktueller und multimedialer könnte die Berichterstattung werden.

Auch bei Disney, einem weiteren Kooperationspartner von Verizon, wird über 5G nachgedacht. Für die Filmbranche könnte der neue Mobilfunkstandard neue Wege für den digitalen Vertrieb eröffnen. Auch sei es vorstellbar, animierte Figuren aus dem Disney-Portfolio "live" in die Kinos zu streamen, sagt Disney-CTO Jamie Voris. Was bei den Projekten von Disney und der Times dann tatsächlich herauskommt, wird auf der nächsten CES zu überprüfen sein.

Damit solche Visionen entstehen können, müssen die Netzbetreiber investieren. Um die Vorzüge von 5G – etwa Geschwindigkeit, Datendurchsatz, Mobilität, Energieeffizienz und Latenz – voll auskosten zu können, brauchen die Netzbetreiber Glasfasernetze, Frequenzen und Zugang zu Infrastrukturen. Die Wunschliste der US-Carrier unterscheidet sich da nicht von den Forderungen der europäischen Kollegen.

Zum 5G-Mobilfunk in Deutschland siehe:

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(vbr)