Verizon und Yahoo einigen sich auf verringerten Übernahmepreis

Nachdem Verizon angekündigt hat, Yahoo für fast fünf Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen, musste der Internetpionier zwei gigantische Datenlecks eingestehen. Nun hat Verizon einen um 350 Millionen US-Dollar günstigeren Kaufpreis durchgesetzt.

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(Bild: dpa, John G. Mabanglo)

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Die geplante Übernahme des angeschlagenen Internetkonzerns Yahoo wird den US-Telekomkonzern Verizon 350 Millionen US-Dollar weniger kosten, als ursprünglich geplant. Das gaben die beiden Unternehmen am heutigen Dienstag als Reaktion auf das Bekanntwerden zweier massiver Datendiebstähle bekannt. Deren juristische und finanzielle Konsequenzen wollen die beiden Unternehmen nun außerdem zwischen sich aufteilen. Unter diesen veränderten Bedingungen soll die Übernahme nun im zweiten Quartal 2017 für dann 4,48 Milliarden US-Dollar abgeschlossen werden, sind die beiden Konzerne optimistisch.

Nachdem Verizon vergangenen Sommer angekündigt hatte, Yahoo für 4,8 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen, hatten Skandale den einstigen Internetpionier erschüttert: In den Monaten danach hatte Yahoo eingestanden, dass die Daten von insgesamt 1,5 Milliarden Nutzerkonten abgegriffen wurden. Das und die nachfolgende Einleitung von Untersuchungen hatte den gesamten Übernahme-Deal gefährdet. Mit den geänderten Bedingungen will Verizon sich nun darauf vorbereiten, um keine zusätzlichen Kosten zu übernehmen. (mho)