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Verkauf von Crusoe-Produktlinie geplatzt

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Die US-Regierung hat dem Chipdesigner Transmeta einen Strich durch die Rechnung beim Verkauf der Prozessor-Produktlinie Crusoe an ein chinesisches Unternehmen gemacht. In einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) erklären beide Unternehmen, mit einer Exportlizenz sei in absehbarer Zeit nicht zu rechnen, weshalb man sich entschlossen habe, den im vergangenen Jahr geschlossenen Kaufvertrag aufzulösen.

Die in Hongkong ansässige Culturecom Technology wollte die Prozessor-Produktlinie für 15 Millionen US-Dollar übernehmen und zudem Lizenzen für die Herstellung und den Verkauf von 130-nm-Efficeon-Prozessoren erwerben. Da es sich in beiden Fällen um den Export von Hightech-Produkten ins Ausland gehandelt hätte, mussten die Firmen beim US-Handelsministerium eine Ausfuhrgenehmigung beantragen.

Transmeta und Culturecom wollten das Geschäft ursprünglich bis November 2005 abgeschlossen haben, verlegten den Termin wegen der Verzögerungen dann aber auf Ende Januar. Aus wirtschaftlicher Sicht könne man nicht noch länger auf die Erteilung einer Exportlizenz warten, erklärten die Unternehmen jetzt. Transmeta hatte Anfang vergangenen Jahres sein Geschäftskonzept geändert und konzentriert sich jetzt vor allem auf die Produktion des im 90-nm-Fertigungsprozess hergestellten Efficeon und das Lizenzierungsgeschäft. (pmz)