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Verlage wehren sich gegen Diebstahl geistigen Eigentums im Internet

Zum Auftakt des 3. Internationalen Mediendialogs[1] in Hamburg haben führende deutsche Verlage eine Resolution gegen den Diebstahl geistigen Eigentums im Internet vorgelegt. "Im Internet darf es keine rechtsfreien Zonen geben", heißt es in der heute veröffentlichten Erklärung. Sie ist von der Axel Springer AG, Bauer Media Group, Ganske Verlagsgruppe, Gruner + Jahr, dem Spiegel-Verlag sowie Zeit-Verlag unterzeichnet worden. "Nur mit Geschlossenheit können wir etwas erreichen", appellierte Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner an die im Rathaus versammelten mehr als 500 Medienvertreter. Sie sollen den Gesetzgeber dazu bringen, ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage einzuführen.

"Gerade weil wir keine Subventionen wollen, benötigen wir Unterstützung beim Schutz des geistigen Eigentums", sagte Döpfner. "Presse und Pressevielfalt wird es in der digitalen Welt nur so lange geben, wie Presseverleger ihre Investitionen schützen und refinanzieren können." Neben den Verlagen würden auch Redakteure und freie Journalisten davon profitieren, wenn der derzeit massive Rechtsbruch durch mannigfache Vervielfältiung juristisch verfolgt werden könnte. Mit den anderen Verlagen zeigte er sich zuversichtlich, dass die Gesetzeslücke für Presseverlage geschlossen werden kann. Die Idee eines Leistungsschutzrechts[2] erfahre bereits breite Unterstützung durch Verbände, Parteien und auch in der Politik.

Auch die Allianz Deutscher Produzenten in Film und Fernsehen schloss sich den Verlagen an und verlangte[3] ein eigenes Produzentenurheberrecht und einen besseren Schutz für neue Fernsehformate. Ebenso forderte die Musikindustrie in einem Postulat effiziente Ansätze zur Bekämpfung der Internet-Piraterie. "Vom Kopieren können Künstler und Kreative nicht leben", hieß es. Dem schloss sich auch der Gesamtverband Kommunikationsagenturen[4] an und verlangte Nachbesserungen des Urheberrechts. (dpa) / (dpa) / (anw[5])


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http://www.heise.de/-179287

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.mediendialog-hamburg.de
[2] https://www.heise.de/meldung/Verbandschef-Deutsche-Zeitungen-krisenfester-215829.html
[3] http://www.produzentenallianz.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/hamburger-erklaerung-zum-schutz-der-produzentenrechte-in-der-digitalen-welt.html
[4] http://www.gwa.de/
[5] mailto:anw@ct.de