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Verlagsgruppe klagt weiter gegen Wikimedia

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Die Frankfurter Verlagsgruppe klagt weiter gegen den Verein Wikimedia Deutschland. Wie das Unternehmen am heutigen Dienstag mitteilte, will es gegen das Urteil des Landgerichts Köln Berufung einlegen, das die Wikimedia von der Haftung für Wikipedia-Artikel freisprach. "Es kann nicht sein, dass sich im Internet rechtsfreie Räume etablieren, in denen Konkurrenten unter Phantasienamen falsche Tatsachen über missliebige Wettbewerber verbreiten dürfen", begründet die Verlagsgruppe den Schritt in einer Pressemitteilung.

Besonders große Aussicht auf Erfolg dürfte die Frankfurter Verlagsgruppe damit allerdings nicht haben, da das Landgericht Köln in seiner Urteilsbegründung (PDF-Datei) nicht nur die Haftung von Wikimedia Deutschland verneinte, sondern auch die angegriffenen Passagen als Meinungsäußerung oder wahre Tatsachenbehauptung für zulässig befand. Wegen der in der Wikipedia erwähnten Äußerungen führte die Verlagsgruppe noch zahlreiche weitere Prozesse, so verhandelt das Oberlandesgericht Hamburg am 18. Juni in gleich drei aufeinanderfolgenden Verhandlungen wegen kritischer Äußerungen über den Verlag. (Torsten Kleinz) / (vbr)

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